Den Beruf attraktiv halten

Die Unzufriedenheit der Erziehrinnen und Erzieher ist derzeit wohl mehr als offensichtlich und niemand bekommt sie stärker zu spüren als die Eltern. Deren Frust lässt sich gut nachvollziehen. Die Großeltern können nicht immer und überall einspringen. Die Plätze in Notgruppen sind zudem rar gesät. Ihren Beruf und den Nachwuchs dann unter einen Hut zu bekommen, treibt Eltern schnell an ihre Grenzen. Allerdings wird auch ihnen an einer qualitativen Kinderbetreuung in der Zukunft gelegen sein. Wenn der Beruf des Erziehers nicht mehr attraktiv ist, lässt sich die wohl kaum gewährleisten. Irgendwann werden die jetzigen Erzieher in Rente gehen. Kommen dann keine neuen nach, müssen die Einrichtungen die gleichen Anforderungen mit weniger Personal erfüllen – und das nicht zuletzt auf Kosten der Kinder. Die Streikenden betonen immer wieder, dass sich ihr Ausstand nicht gegen die Eltern richtet. Leider sind die Kita-Schließungen das einzige Mittel, das sie haben, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.