Dauerparkern Riegel vorschieben

Parkzeitbegrenzung an der Evangelischen Kirche in Warstein
Parkzeitbegrenzung an der Evangelischen Kirche in Warstein
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Dauerbelegung von Parkplätzen vor der Evangelischen Kirche wollen die Fraktionen von SPD, CDU und WAL mit einem gemeinsamen Antrag einen Riegel vorschieben. Sie fordern daher, den Parkzeitraum vor der Kirche auf zwei Stunden zu begrenzen.

Warstein..  Gerade bei Konzerten im Haus Kupferhammer kommt es immer wieder zu Engpässen, was die Parkplätze betrifft. Ähnlich sieht es bei Beerdigungen oder Hochzeiten in der Evangelischen Kirche aus. Um so ärgerlicher, wenn ein Teil der städtischen Parkflächen vor dem Gotteshaus von Fahrzeugen und Anhängern mit Werbeaufdrucken oder Autos belegt werden, die zum Kauf angeboten werden.

Dieser Dauerbelegung wollen die Fraktionen von SPD, CDU und WAL mit einem gemeinsamen Antrag einen Riegel vorschieben. Sie fordern daher, den Parkzeitraum vor der Evangelischen Kirche auf zwei Stunden zu begrenzen, wobei eine Ausnahme mit Parkerlaubnisscheinen möglich sein solle.

Anhänger sind Bauwerke

Werbeanhänger gelten als Bauwerke. Diese dürfen nicht auf öffentlichen Parkflächen stehen. Um dieses Baurecht zu umgehen, kommen immer öfter die dreirädrigen Vehikel zum Einsatz, auf denen die Werbung angebracht ist, erklärt Ordnungsamtsleiterin Roswitha Wrede das Problem. Verdammen möchte sie diese Vehikel aber nicht. „Man muss beide Seiten verstehen und abwägen. Das ist alles eine Sache der Kommunikation untereinander“, möchte sie beiden Seiten gerecht werden.

Mit einer Parkzeitbegrenzung auf zwei Stunden würde man diese Werbe-Vehikel zwar von den Parkflächen verscheuchen, doch gebe es auch Nachteile durch eine Beschränkung der Parkdauer: „Wenn Sie in der Kirche zu einer Beerdigung sind und anschließend zum Friedhof laufen, dann wird das knapp.“

Es sei zwar sinnvoll, wenn die Parkreihe vor der Kirche frei gehalten werde, doch als schlimm empfinde er die derzeitige Situation nicht, erklärt Martin Kraß, 2. Vorsitzende der Kupferhammer-Freunde. „Für die normale Nutzung des Museums ist das nicht notwendig. Die Besucher parken hinter dem Haus Kupferhammer.“ Diese Plätze seien lediglich bei Konzerten nicht ausreichend, so dass die Besucher an der Straße parken müssen. „Für diese Konzerte wäre es gut, wenn mehr Parkplätze zur Verfügung stünden.“