Das Wissen der Älteren fördern und erhalten

Adelheid Schwientek (hintere Reihe, dritte von links) Hans-Dieter Richts (hintere Reihe, siebter von links)
Adelheid Schwientek (hintere Reihe, dritte von links) Hans-Dieter Richts (hintere Reihe, siebter von links)
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Seit 37 Jahren arbeitet Adelheid Schwientek bereits bei der Volksbank Hellweg; in Altenrüthen, Belecke und Warstein hat die 54-Jährige schon gearbeitet und dabei viel Erfahrung gesammelt. Erfahrung, die ihr Arbeitgeber nun fördern und sichern will.

Warstein/Kreis Soest.. Am Dienstag startete die Volksbank Hellweg eine Qualifizierungsmaßnahme speziell für ältere Mitarbeiter. „Weiterbildungen gab es schon immer, aber hier geht es jetzt konkret um so Sachen wie Teambuilding. Das waren sonst eher Angebote, die jüngere Kollegen angesprochen haben“, freut sich Hans-Dieter Richts über die Chance, sich auch in diesem Bereich nun fortbilden zu können. Der 57-Jährige ist der Älteste in der Runde der insgesamt 19 Mitarbeiter, die seit dieser Woche an der Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen. Zwei Jahre wird das Projekt insgesamt dauern, das Marketingleiterin Petra Golz als „Versuchsballon“ bezeichnet. „Wir wussten nicht, was für Reaktionen kommen. Die große Resonanz ist jetzt natürlich toll“, so Golz. Mindestens 45 Jahre müssen die Bewerber für den neuen Arbeitskreis alt und lange im Unternehmen beschäftigt sein.

Diese ungewöhnlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausschreibung einer Qualifizierungsmaßnahme erfüllen neben Adelheid Schwientek und Hans-Dieter Richts noch 17 weitere Mitarbeiter der Volksbank Hellweg, die aus den unterschiedlichen Abteilungen der Bank stammen.

Inhaltlich geht es um Persönlichkeitsthemen wie Veränderungs-, Gesundheits- oder Lebenszeitmanagement. Adelheid Schwientek hat das Thema sofort interessiert, als sie die Ausschreibung sah: „Ich denke, dass wir da auch privat sehr viel mitnehmen können.“

Lebenslanges Lernen

Bei der Auftaktveranstaltung referierte der Hirnforscher Prof. Thomas Christaller zum Thema „Gehirnforschung und lebenslanges Lernen“, womit er die Funktionsweise und Genialität des menschlichen Gehirns aufzeigte. Der Arbeitskreis trägt den Zusatz „PePe“, was für „Potenziale erhalten – Potenziale entwickeln“ steht. Für Adelheid Schientek und Hans-Dieter Richts steht schon jetzt fest, dass sie ihre Erfahrungen weitergeben werden: „Wir sind jetzt die Ersten, weil wir neugierig waren. Aber wir tragen das jetzt in den Betrieb hinein und da werden sicherlich andere folgen.“