„Das schönste Ereignis des Jahres“

Warstein..  Sich treffen, austauschen, über Erfolge, Höhen und Tiefen der Therapie sprechen: Zum Ehemaligentreffen kamen am Samstag mehr als 200 Ex-Klienten des LWL-Rehabilitationszentrums den Festsaal der LWL auf. „Eigentlich ist es immer das schönste Ereignis des Jahres“, befand Chefarzt Bertrand Evertz, während er einige bekannte Gesichter im großen Festsaal begrüßte und sie gemeinsam mit den Therapeuten über Maßnahmen, Veränderungen und Neuigkeiten rund um die LWL-Kliniken, Suchttherapien und Wege in ein neues Leben informierte.

Doch sollte Evertz gar nicht im Vordergrund stehen, vielmehr waren es die ehemaligen Patienten, die den Vormittag gestalteten.

Über ihre abgeschlossenen Therapien berichten, den Klienten Mut und Kraft geben und ihren Weg aus der Sucht erzählen, das sollte den Rahmen bilden. Und dies wurde in unterschiedlichster Art und Weise getan. Während mitgereiste Familien und Bekannte den Vorträgen lauschten, freute es auch die Therapeuten ganz besonders zu sehen, wie ihre ehemaligen Klienten den Weg in die Abstinenz gemeistert haben.

Ob musikalisch, per Videofilm oder im lockeren Gespräch erläuterten die Abstinenzler von der Intensität ihre Süchte, von Entscheidungen und Schicksalen: „Ich habe mich gefreut, mich der Aufgabe zu stellen, trocken zu bleiben. Und ich fühle mich gut.“

Die Fachklinik Stillenberg behandelt Klienten, die dem Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamenten verfallen sind. Vor allem die Bedeutung von Angehörigen und engen Vertrauten während der Suchttherapie hob Chefarzt Bertrand Evertz hervor und dankte den Mitgereisten für die Unterstützung in der schwierigen Zeit. So erhielten die ehemaligen Klienten, die mit viel Kraft und Energie ihre Sucht besiegen konnten, einen gebührenden Applaus. Ebenso wurden sie im Anschluss für 5-, 15- und 30-jährige Abstinenz geehrt.

Im Anschluss führte Chefarzt Evertz gemeinsam mit den Therapeuten die ehemaligen Klienten durch den Rohbau des neuen Therapiegebäudes führen, wo 86 stationäre Behandlungsplätze entstehen sollen, die den Patienten so eine Stütze bei dem Weg in ein neues Leben sein sollen.