Das letzte Kapitel?

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Es ist durchaus verständlich, wenn sich Zweifel regen bei der neuerlichen Nachricht um das Kloster Mülheim. Seitdem Joachim Ney als Besitzer der geschichtsträchtigen Immobilie im Möhnetal aufgetaucht ist, hat es schon so einige Konzepte gegeben.


Das einzige Konzept, das in den vergangenen Jahren gegriffen zu haben scheint, ist der des zusehenden Verfalls des alten Gemäuers, das aktuell durch die Dreharbeiten eine wahre Renaissance erlebt und wohl auch deshalb noch einmal den Ehrgeiz des Kaufmanns Ney geweckt hat.


Ob das aktuelle Konzept nun eine Chance auf Realisierung hat, werden die Zeit und der Markt regulieren. Fest steht, dass durch die vielen negativen Schlagzeilen, die der Disput Ney/Pöpsel in den vergangenen Monaten produziert hat, das Image des Klosters schwer gelitten hat. Eine Zukunft kann es deshalb nur ohne diese beiden Name geben. In dieser Beziehung ist die Ankündigung von Joachim Ney, sich bis zum 1. Juni komplett aus den Geschäften rund um das Kloster zurückziehen, ein erster, aber absolut notwendiger Schritt.


Nur wenn es gelingt, das Kloster Mülheim vorläufig aus den negativen Schlagzeilen herauszuhalten, hat es eine Zukunft. Die in der Vergangenheit absolvierten (öffentlichen) Schlammschlachten sind in dieser Beziehung wenig hilfreich und zielführend gewesen.


Dieser Erkenntnis wird im übrigen auch unsere Zeitung Tribut zollen. Obwohl uns eine Unmenge an Material vorliegt, das entweder Joachim Ney oder Oliver Pöpsel – und manchmal auch alle beide – in negatives Licht stellt, werden wir davon vorläufig keinen Gebrauch machen, sondern auf ein positives Ende dieser unendlichen Geschichte hoffen – zum Wohl des Klosters. Hans-Albert Limbrock