„Das ist heute mehr als einfach das Licht einschalten“

Warstein..  Stolze Schützenbrüder, glänzende Abzeichen und „Hochzeiten“ mit der Bürgerschützengesellschaft: Der vergangene Schützenfestsamstag stand ganz im Zeichen verdienter Mitglieder, ehrenvoller Auszeichnungen und Königspaaren der vergangenen Jahre.

„Schützenfest ist mehr als einfach das Licht einschalten“, betonte dabei Oberst Stefan Hötte, während er in den Saal der Sauerlandhalle blickte. Engagement und freiwillige Tätigkeiten seien von großer Bedeutung, so Hötte. Gerade zum Hochfest der Warsteiner Schützen über die Pfingstfeiertage. „Aber wir machen es gerne“ so Hötte, der sich gleichzeitig über die strahlenden Gesichter der Jubelkönigspaare und Jubilare freute, die sich in ihrer Treue und in ihrem Einsatz den Applaus der Warsteiner verdient hatten.

Sich den Wurzeln bewusst sein

Dem schloss sich auch Tim Döring, Hauptmann der St. Sebastianus Junggesellenschützenbruderschaft an und betonte gleichzeitig, wie wichtig es sei, sich seiner Wurzeln bewusst zu sein: „Schützenbruderschaft bedeutet Brauchtum und Freunde. Aber wir dürfen nie vergessen, wo wir herkommen.“

Seine Wurzeln kennt Ulrich Menke sehr gut. Der Ur-Warsteiner begann 1988 seine Offizierskarriere bei den Junggesellen, war dann jahrelang in den Vorstandsetagen der Bürgerschützengesellschaft tätig. So machte er das Brandschutzkonzept der Sauerlandhalle quasi zu „seinem“ Projekt.

„Als gelernter Maurer war Ulrich immer zur Stelle“, so Dietmar Werner vom Kreisschützenbund Arnsberg, der die offene Art und die Verlässlichkeit Ulrich Menkes lobte. Mit dem Orden für hervorragende Verdienste, der größten Auszeichnung des Kreisschützenbundes, zeichnete Werner den Schützenbruder Ulrich Menke aus. Er dankte ihm für sein Engagement in und um die Sauerlandhalle.

Währenddessen wurden Tobias Pielsticker, Werner Bamberg, Martin und Bernd Kraß, Friedhelm Hölter sowie Gerhard Thielemann mit dem Orden für Verdienste ausgezeichnet. Den Orden für besondere Verdienste erhielten Wolfgang Hötte, Rolf Tüllmann und Ralf Jochim. „Orden, die den Schützenuniformen Glanz verliehen, wie das Schützenfest der Stadt Warstein seinen Glanz verleiht“, so formulierte es Ortsvorsteher Dietmar Lange.

Er betonte die Bedeutung der Gesellschaft und Geselligkeit innerhalb des Schützenfestes und versprach gleichzeitig „Glanz nach innen und außen“. Den Worten des Ortsvorstehers stimmte auch Bernhard Franz Kruse, 1. Vorsitzender der Bürgerschützengesellschaft zu und freute sich, gemeinsam mit dem Vorstand der Junggesellenschützenbruderschaft die Jubelkönigspaare zu ehren.

Besonderer Applaus

So wurde Renate Müller geehrt, die vor 50 Jahren Königin der Bürgerschützen war. Vor 25 Jahren regierten Jürgen Enste und Elisabeth Weber die Junggesellen. Vor 40 Jahren waren dort Karl Peter Strunk und Monika Statt Königspaar, während sich das Königsdasein von Alfred Reineke und Marita Wrede in diesem Jahr zum 50 Mal jährte.

Besonderen Applaus erhielt am Ende auch noch Festwirt Rudi Kühn. Weder Schützenbruder noch König in Warstein, dafür seit über 30 Jahren für das kühle Bier hinter der Theke zuständig, feierte Kühne in diesem Jahr seinen Abschied aus Warstein: „Wir sind durch dick und dünn gegangenen. Ihr Warsteiner ward immer gute Gäste“, so Kühn.

Für 50-jährige und 60-jährige Treue zum Verein – oder wie Stefan Hötte formulierte: „goldene und diamantene Hochzeit mit den Bürgerschützen“ – durften die Bürgerschützen anschließend gratulieren, während die Warsteiner Stadtkapelle den musikalischen Rahmen lieferte.