„Charlie Hebdo“ kaum gefragt

Die neueste Ausgabe von „Charlie Hebdo“ ist in Warstein kaum nachgefragt.
Die neueste Ausgabe von „Charlie Hebdo“ ist in Warstein kaum nachgefragt.
Foto: WP

Warstein..  „Nein, da hat niemand nach gefragt“ heißt es in Belecke. „Die habe ich nicht vorbestellt“, wird in Suttrop gesagt. „Und gefragt hat auch niemand.“

Die Rede ist von der neuen Ausgabe der „Charlie Hebdo“, der ersten Ausgabe nach dem Anschlag auf die Redaktionsräume des Satiremagazins in Paris. In Deutschland ist die Nachfrage nach Charlie Hebdo, die mit einer Auflage von mittlerweile fünf Millionen Exemplaren weltweit erscheint, groß. In Warstein hält sich die Nachfrage allerdings in Grenzen. „Ich glaube, die Menschen in den großen Städten fragen da sehr viel mehr nach als hier im kleinen Warstein“, sagt Anne Müller, die den Kiosk auf dem Allagener Johannes­platz betreibt. Keiner habe nachgefragt, keiner habe das Magazin vorbestellt.

Warum kein Interesse bestehe, das wisse sie auch nicht. „Wir haben hier unsere eigenen kleinen Probleme“, versucht sie die fehlende Nachfrage zu erklären. Trotzdem überlege sie, ein oder zwei Exemplare aus Interesse zu bestellen.

Nachbestellungen

„Hier fragen verdammt viele nach „Charlie Hebdo“, sagt Ulrich Kramer, der hinter der Theke des Kio in Warstein steht. Der einzige Kiosk in der Region, der sogar schon Vorbestellungen registriert hat. Und Ulrich Kramer geht davon aus, dass die Nachfrage noch weiter steigen wird. „Vier Exemplare kommen, drei sind schon fest vorbestellt“, sagt er. Er bemüht sich, noch weitere Magazine zu bekommen. „Am besten so viele es geht, mindestens um die 20“. Hier erscheint das Blatt am Samstag.