BUND wehrt sich gegen Diffamierung Manfred Rakers

Warstein..  Nach der Kritik von BG-Fraktionschef Jochen Köster am Vortrag des BUND-Experten Manfred Raker bei der Trinkwasser-Kundgebung meldet sich nun der Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe Heinz Rinkowski zu Wort: „Die Diffamierung von Manfred Raker durch Jochen Köster ist, kurz gesagt, eine Unverschämtheit.“

In dem Vortrag habe Raker viele Aspekte einer Konfliktlösung angesprochen. „Mag sein, dass für einige der Vortrag über mögliche, realistische Lösungsansätze zu schwer oder nicht gewünscht war“, schreibt Rinkowski, „der sachliche Beitrag von Herrn Raker war aber so gewollt und gehörte für den interessierten Bürger zur Meinungsbildung dazu.“

Köster hatte die Stellungnahme im Namen der BG-Fraktion abgegeben, was Rinkowski besonders verwundert: „Gerade in den Reihen der BG dürfte bekannt sein, dass Manfred Raker einer der engagiertesten Mitstreiter im Interessenkonflikt Trinkwasserschutz/Steinabbau ist.“

Dialog kaum möglich

Die BUND-Ortsgruppe Lörmecktal setze sich seit Jahren mit den „Plagen der Steinindustrie“ auseinander und beschäftige sich daher auch intensiv mit der möglichen Trinkwassergefährdung „Ein Dialog mit der Steinindustrie ist für uns bis heute kaum möglich“, schreibt Rinkowski Deshalb hätte die Gruppe vor einigen Jahren Manfred Raker um Unterstützung gebeten. „Seitdem haben wir gemeinsam an vielen öffentlichen Verfahren teilgenommen und etliche Gespräche mit Verantwortlichen geführt – ehrenamtlich. Damit haben wir sicher dazu beigetragen, dass zum Beispiel im Regionalplan dem Trinkwasser ein höherer Stellenwert eingeräumt wurde und dass seitens der Bezirksregierung eine so genannte ,Warsteiner Vereinbarung’ angestrebt wird“, ist Rinkowski überzeugt.

Der BUND appelliert dabei, auch den Kallenhardter Raum in den Überlegungen zu berücksichtigen: „Gerade wenn es um das Trinkwasser geht, macht nur eine gesamtheitliche Betrachtung des Warsteiner Kalkmassivs Sinn.“