Bürgermeister-Wilke-Preis geht an Hermann Kroll-Schlüter

Sturmtagsfeier: Hans-Jürgen Raulf, Vorsitzender des Heimatvereins Badulikum, überreicht die Urkunde für den Bürgermeister-Wilke-Preis im Beisein von Ortsvorsteherin Elke Bertling an Hermann Kroll-Schlüter.
Sturmtagsfeier: Hans-Jürgen Raulf, Vorsitzender des Heimatvereins Badulikum, überreicht die Urkunde für den Bürgermeister-Wilke-Preis im Beisein von Ortsvorsteherin Elke Bertling an Hermann Kroll-Schlüter.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der frühere Bundestagsabgeordnete und Bürgermeister Hermann Kroll-Schlüter erhält den Bürgermeister-Wilke-Preis. Der Heimatverein Badulikum ehrt damit einen Vereinsmenschen durch und durch.

Belecke..  Es war ein Festabend, der Hermann Kroll-Schlüter gefallen haben dürfte. Schließlich gestalteten zahlreiche Belecker Vereine die Bürgermeister-Wilke-Preisverleihung – dieses Jahr eben zu Ehren des früheren Bürgermeisters und Bundestagsabgeordneten, dessen besonderes Engagement stets auch den Belecker Vereinen galt.

„Hermann Kroll-Schlüter hat sich verdient gemacht für seine und unsere Heimat als Verfechter der lebendigen Zellen unserer Stadt, den Vereinen“, betonte Hans-Jürgen Raulf, Vorsitzender des Heimatvereins Badulikum. Zu fast jedem Verein hält Kroll-Schlüter eine enge Verbindung.

So zum Belecker Männerchor, dem Kroll-Schlüter über seine Verbindungen in Politik und Kirche einst ein Ständchen zu Ehren des Bundespräsidenten Karl Carstens in der Villa Hammerschmidt und einen Auftritt im Petersdom in Rom ermöglichte. „Kroll-Schlüters Devise: Möglichkeiten sehen, um Gemeinschaften zu stärken. Beziehungen nutzen, um das Mögliche zu realisieren“, beschrieb Raulf.

Als Festredner trat Kroll-Schlüter auf – bei den Laienspielern ebenso wie bei der Feuerwehr, den Maltesern, beim Tambourcorps oder zu kirchlichen Anlässen.

Karnevalistische Karriere

„Mit einem Augenzwinkern darf ich erwähnen, dass er auch auf eine karnevalistische Karriere zurückblicken kann“, erinnerte Hans-Jürgen Raulf an Zeiten, in denen Kroll-Schlüter gemeinsam mit seinem Vetter Ede Lackmann den Rosenmontagszug als Herold hoch zu Ross anführte.

Besonders eng ist die Verbindung zu den Schützen, deren König er 1986 war. „Noch heute ist es für ihn selbstverständlich, mit weißer Hose, schwarzem Jackett, Schützenhut und Holzgewehr in der ersten Rotte der Nordkompanie zu marschieren“, sagte Raulf.

„Verantwortung hat unser heutiger Preisträger gern übernommen“, stellte der Badulikum-Vorsitzende fest – und das in schwierigen Zeiten. Schon als 30-Jähriger wurde Kroll-Schlüter zum Belecker Bürgermeister gewählt.

Fortan hatte er den Übergang der kommunalen Neuordnung, also den Zusammenschluss der Ortschaften zur neuen Stadt Warstein, zu gestalten. „Die Zeit war sicherlich nicht die einfachste für den Bürgermeister einer Stadt, die ihre Eigenständigkeit aufgeben musste“, erklärte Raulf, „doch sind unter seiner Regie grundlegende Entscheidungen getroffen worden.“ Gleiches gilt für seine Zeit als erster Bürgermeister der neu formierten Stadt Warstein.

Dank an Ehefrau

Der Preisträger dankte zunächst in erster Linie seiner Frau Adelheid: „Ohne deine Unterstützung hätte diese Laudatio nicht gehalten werden können.“ Wie viel ihm die größte Ehrung seiner Heimatstadt bedeutet, machte er in seiner Dankesrede deutlich. „Heimat ist eine prägende Kraft“, sagte er. Sie bedeute für ihn Geborgenheit und Verantwortungsbewusstsein gleichermaßen. „Unsere Heimat verschafft uns einen Platz in der Welt.“ Zugleich halte sie den Blick auf die Welt frei, betonte Kroll-Schlüter.

Das Publikum dankte dem Preisträger mit lang anhaltendem Applaus.