Bürger machen sich den Weg frei

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Was wir bereits wissen
Eindringlich warnt Stadtplaner Joachim Heidrich jene Menschen, die auf der seit dem vergangenen Oktober für den Durchgangsverkehr gesperrten Burgstraße selbst für freie Fahrt sorgen und die Sperrbaken einfach beiseite rücken.

Rüthen..  Eindringlich warnt Stadtplaner Joachim Heidrich jene Menschen, die auf der seit dem vergangenen Oktober für den Durchgangsverkehr gesperrten Burgstraße selbst für freie Fahrt sorgen und die Sperrbaken einfach beiseite rücken. Ostern soll dies so gewesen sein, am vergangenen, dem Weißen Sonntag, auf jeden Fall. Der Autor dieser Zeilen konnte selbst beobachten, wie Autos durch die Baustelle fuhren.

„Wer den Weg auf eigene Faust frei macht, begeht einen Straftatbestand“, warnt Heidrich jene, „die Glauben das Rüthener Landrecht stehe über dem Gesetz.“ Wer die vom Kreisordnungsamt für die gesamte Sanierungsmaßnahme am Alten Rathaus und in der Hachtorstraße genehmigte Verkehrsregelung eigenmächtig verändere, begehe eine Straftat in Form eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, der erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Außerdem: „Sollte etwas passieren, stellt sich die Haftungsfrage.“ Es sei Sache der Polizei Kontrollen vorzunehmen, regt Heidrich an.

Zwar sei die Einfahrt zur Burgstraße prinzipiell so weit hergestellt, dass sie befahrbar ist, räumt er ein. Eine Freigabe mache jedoch auch im Interesse des beauftragten Bauunternehmens nur Sinn, wenn die Bauabnahme erfolgt sei. Auch hier geht es um Haftungsfragen. „Je ungestörter man die Leute arbeiten lässt, desto schneller geht es voran“, betont Joachim Heidrich. Eine Einschätzung, die Stefan Reitz, Geschäftsführer des Bauunternehmens GST, nur bekräftigen kann. Auch wenn das Reststück der Burgstraße ebenso wie der Platz am Alten Rathaus weitestgehend fertig gestellt seien, soll die Straße bis zum Ende der kompletten Baumaßnahme gesperrt bleiben, berichtet er.

Unterdessen ist das Alte Rathaus fußläufig wieder zu erreichen. „Durch den Westeingang ist es wieder zu betreten“, berichtet Heidrich. Auf dem Platz selbst seien nur noch Restarbeiten zu erledigen, wie das Einfegen des Fugenmaterials, das Anbringen der hölzernen Auflagen auf den steinernen Sitzgelegenheiten und die Bepflanzung der Beete, was der Bauhof in Eigenleistung übernehmen wird.

Verzögerungen durch Frost

„Der Winter hat uns zugesetzt“, sagt Stefan Reitz mit Blick auf Frost und Schnee, welche die Bauarbeiten behinderten. Dennoch: Sowohl was das Verlegen des neuen Abwasserkanals wie der Wasserleitung betrifft, sei man im letzten Drittel der Gesamtstrecke angelangt. Beide waren marode, was angesichts eines Alters von gut 50 bzw. bis an 100 Jahre nicht verwunderlich ist. Anschließend beginne der Straßenbau und das zunächst im Bereich der Einmündungen von Ritterstraße und Mittlerer Straße.

Noch keine Angaben konnte Stefan Reitz nach einer Baubesprechung gestern Nachmittag machen, ob die Hachtorstraße bis zum Schützenfest Mitte Juni soweit hergestellt ist, dass sie für die Festzüge nutzbar sein wird. Der Kreis Soest hat die Vollsperrung bis zum 30. Juni angeordnet.