Böller geben erstmals das Zeichen zum Starten

Mit der Standarte voran geht es auf zum Schnadezug.
Mit der Standarte voran geht es auf zum Schnadezug.
Foto: Manfred Böckmann
Was wir bereits wissen
Alle drei Jahre kontrollieren die Suttroper ein Teil ihrer Grenze. Und die richtige Position der Grenzsteine.

Suttrop..  Die Entscheidung der Suttroper, künftig stets an einem festen Termin ihre Grenzen zu den Nachbarn zu kontrollieren, erwies sich in diesem Jahr als goldrichtig. „Die Beteiligung ist super“, freute sich Ortsvorsteher Udo Koerdt. Dass auch das Wetter geradezu ideal war, wusste vorher zwar keiner (es hatte in der Nacht noch ein Gewitter und starken Regen gegeben), hob aber die Stimmung noch zusätzlich.

Damit die rund zehn Kilometer – die kürzeste der drei Teilstrecken rund um den Ort, die abwechselnd kontrolliert werden – auch gut zu bewältigen waren, konnten sich die Teilnehmer in der Schützenhalle beim Frühstück stärken. Zunächst überreichte Bürgermeister Manfred Gödde die Standarte an die Suttroper.

Akustisches Signal

Die Spielleutevereinigung begleitete die Schnadgänger auf ihrem Weg. Das akustisch von weitem hörbare Signal für den Start gaben an diesem Tag allerdings erstmals die Böllerschützen Jürgen und Christoph Berle, die sich zwei Schaftböller angeschafft hatten und diese nun erstmals einsetzten. Sie gaben auch an den Grenzsteinen jeweils das unüberhörbare Zeichen dafür, dass man langsam das Bier austrinken sollte, um weiter zu wandern.

Über den Soestweg erreichten die Suttroper als erstes den Grenzstein zu Drewer. Dort warteten die Nachbarn, nach ihrem Schützenfest „noch etwas verkatert“. Ortsvorsteher Bernd Cordes machte unter Regie von Stutzmeister Klaus Hölscher mit dem Grenzstein Bekanntschaft und stellte fest, dass am Grenzverlauf nichts auszusetzen sei. Das sah auch Rüthens Bürgermeister Peter Weiken so. Er hatte seine drei Kinder mitgebracht; sie sollten sich den Grenzverlauf merken, damit der Stein nicht in der Zukunft plötzlich wandert. Auch der Freiherr von Fürstenberg war zur Schnadgrenze gekommen.

Nach einer Zwischenrast ging es auf Schusters Rappen weiter entlang der Belecker Grenze zum zweiten Grenzstein. Dort wartete Ortsvorsteherin Elke Bertling, die sich einige Verstärkung aus den Vereinen geholt hatte. Warstein war mit einer Abordnung (natürlich einschließlich der Schnaodloiper) unter der Leitung von Ortsvorsteher Dietmar Lange vertreten. Auch drei der Bürgermeisterbewerber, Karl-Heinz-Ricken, Dr. Thomas Schöne und Jochen Köster, demonstrierten dort ihr Interesse an der Tradition.

Die Treckerfreunde versorgten unterwegs die Wanderer nicht nur mit kühlen Getränken. Sie waren bei der Mittagsrast auch für eine leckere Suppe aus der Gulaschkanone verantwortlich. So bestens gestärkt ging es schließlich entlang der Warsteiner Grenze zum Endrastplatz an der Suttroper Schützenhalle.