Bierprobe bei den Bürgerschützen

Bierprobe der Warsteiner Bürgerschützen: Die Bestplatzierten des Kompanievergleichsschießens. Die Nordkompanie siegt.
Bierprobe der Warsteiner Bürgerschützen: Die Bestplatzierten des Kompanievergleichsschießens. Die Nordkompanie siegt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ehrungen des Kompaniepokalschießens standen im Mittelpunkt bei der Bierprobe der Bürgerschützen Warstein. Auch aktuelle Informationen gab Oberst Stefan Hötte.

Warstein..  „Eigentlich haben wir die Frage nach dem Bier ja mittlerweile geklärt“, schmunzelte Oberst Stefan Hötte zu Beginn der traditionellen Bierprobe der Bürgerschützengesellschaft. Trotzdem habe sich die Probe mittlerweile zum Auftakt des Warsteiner Schützenfestes entwickelt, das am kommenden Pfingstwochenende gefeiert wird. Einer ausgelassenen Feier stehe jedenfalls nichts mehr im Wege, auch wenn in diesem Jahr gleich zwei Genehmigungen für die Vogelstange, unter anderem für die Hebevorrichtung, eingeholt werden mussten: „Insbesondere der Einsatzbereitschaft von Sebastian Voß und den Sportschützen haben wir es zu verdanken, dass wir nächstes Wochenende beruhigt und sicher feiern können“, lobte er.

Geschäftsführer Christoph Hiegemann ließ anschließend das vergangene Schützenjahr Revue passieren, im Zuge dessen er einige Höhepunkte, wie etwa das Kinderschützenfest mit Königspaar Geraldine Großmann und Jan Walgenbach, die Weihung der neuen Fahne der Ostkompanie, den Zapfenstreich sowie das Vogelschießen hervorhob. Auch habe man mit dem „Mini-Festumzug“ vom Sportplatz bis zur Sauerlandhalle das Beste aus dem Unwetter gemacht, das sich zuvor über Warstein entladen hatte.

Major Elmar Steinrücke übernahm es anschließend, den Schützenbrüdern einen Ausblick über den Festablauf zu geben.

Derzeit zähle der Verein 780 Mitglieder, so Oberst Stefan Hötte anschließend über die Entwicklung des Vereins. „Wenn jeder zweite Schützenbruder jemand Neuen mitbringen würde, wären wir wieder bei einem tollen Mitgliederstand!“

Mitglieder sind international

Ebenso wie im vergangenen Jahr wurden auch am Samstag neun neue Mitglieder im Verein begrüßt: Frank Cramer (Warstein), Frank Werthmann (Belecke), Christian Weiken (Suttrop), Hubertus Jesse (Belecke), Olaf Grünner (Wuppertal), Johannes Völker (Bamberg), Gerrit Makkinga (Niederlande) und Jordi Queralt (Warstein). Über weitere Neuzugänge würden sich die Bürgerschützen sehr freuen, seien doch derzeit rund 47 Prozent der 780 Mitglieder über 60 Jahre alt: „Natürlich freut es uns, dass viele so lange dabei sind“, betonte auch Geschäftsführer Hiegemann den Traditionswert der Gesellschaft, doch es fehle der jugendliche Nachwuchs. „Das Schützenfest ist eine gute Gelegenheit, neue Leute mitzubringen und ihnen zu zeigen, wie schön es doch bei uns ist“, war sich der Vorstand einig.

Dabei seien die Schützen auf die Unterstützung eines jeden Mitglieds angewiesen – nur mit einem gleichbleibenden, beziehungsweise ansteigenden Mitgliederstand könne auch weiterhin das Schützenfest so gefeiert werden wie bisher. Auch ein Schützenbruder erhob sich aus den Reihen und merkte an: „Ich sehe hier 100 Leute mit mindestens 100 Ideen – da steckt doch Potential drin!“

Prozession nimmt neuen Weg

Einige weitere allgemeine Informationen zum Schützenfest gab es noch, so wird der Bierpreis in diesem Jahr wieder bei 1,30 Euro liegen. Eine Änderung hingegen gibt es bei der Schützenprozession am Pfingstsonntag: Es werde nun nicht mehr die Walkemühle, sondern die Hospitalstraße und anschließend den Müscherd hinunter gegangen. In der letzten Woche wurden außerdem fünf weitere Feuer- und Rauchschutztüren in der Sauerlandhalle eingebaut: „Vielen Dank für eure Hilfe“, lobte Oberst Stefan Hötte die Schützen für ihr ehrenamtliches Engagement.

Auch eine optische Veränderung gebe es: Die Ost- und Nordkompanie haben jetzt in einer Fahnenvitrine, wie auch die Südkompanie sie bereits zuvor hatte, ihre alten Fahnen aufgehängt – „ein Hingucker“, freute sich der Vorstand.

Auf dem letzten Tagesordnungspunkt stand die Siegerehrung des 23. Kompanievergleichsschießens. Auch hier sei ein Rückgang der Teilnehmerzahlen zu verzeichnen, so der erste Vorsitzende der Sportschützen, Jürgen Rüth. Waren es im vergangenen Jahr noch insgesamt 134 Teilnehmer, so waren es in diesem Jahr nur noch 106. Sportleiter Tobias Schilling vollzog die Siegerehrungen. Die Nordkompanie konnte in diesem Jahr den Wettbewerb mit 3847,9 Ringen wieder für sich gewinnen, gefolgt von der Ostkompanie mit 3778,8 Ringen. Auf Platz drei landeten die Junggesellen mit geringem Abstand zum Zweitplatzierten (3775,9 Ringe). Platz vier belegen die Spielleute mit 3240,9, Platz fünf die Südkompanie mit 2746,6 Ringen.