Betrunken am Steuer

Rüthen..  Trunkenheit am Steuer lautete der Vorwurf gegen einen 58-jährigen Olsberger, der sich gestern vor dem Warsteiner Amtsgericht wiederfand. Die Polizei hatte ihn in Rüthen aus dem Verkehr gezogen und festgestellt, dass er getrunken hatte. Der Mann verlor seinen Führerschein und legte daraufhin Einspruch ein.

Morgens war er auf der Kallenhardter Straße unterwegs. Dabei soll er ein Stoppschild überfahren haben. Ein Bluttest ergab, dass der Olsberger 1,12 Promille intus hatte. „Ich habe kein Stoppschild überfahren“, war der Angeklagte sich sicher. Außerdem habe er morgens lediglich eine Flasche Bier getrunken. Seine Hände zitterten vor Nervosität. „Ich hatte drei Tage lang weder geschlafen noch gegessen“, so der 58-Jährige. Es sei eine schwierige Phase gewesen. Eine Freundin habe ins Krankenhaus gemusst, weil sie gestürzt sei. An besagtem Tag habe er nach Lippstadt fahren wollen, um etwas zu besorgen.

Einspruch zurückgezogen

Die 1,12 Promille aus dem Gutachten ließen sich aber nicht von der Hand weisen. „Das ist absolute Fahrunsicherheit“, so die Staatsanwältin. „Wenn wir diesen Wert als Basis nehmen, können wir die Akte auch zumachen“, merkte der Verteidiger an. So geschah es. Er und sein Mandant zogen den Einspruch zurück. Das Fahrverbot läuft noch bis Dezember.