Berufskooperation soll jungen Menschen helfen

Warstein/Kreis Soest..  Landrätin Eva Irrgang und weitere Netzwerkpartner haben am Donnerstag im Soester Kreishaus eine Jugendberufskooperationsvereinbarung geschlossen. Sie hat das Ziel, die berufliche und soziale Integration, den Ausgleich sozialer Benachteiligungen sowie die Überwindung individueller Beeinträchtigungen von jungen Menschen zu fördern.

Die Verwaltungschefin unterzeichnete die Vereinbarung als Vertreterin für die Bildungsregion im Kreisgebiet Soest, das Kreisjugend- und das Kreissozialamt sowie die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf. Als weitere Netzwerkpartner haben Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv, und als Vertreter der öffentlichen Träger der Jugendhilfe im Kreis Soest, Bürgermeister Christof Sommer (Stadt Lippstadt), Peter Wapelhorst (Stadt Soest, Erster Beigeordneter) sowie Bürgermeister Manfred Gödde (Stadt Warstein) das Dokument signiert.

„Im Fokus des Bündnisses steht die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und die erfolgreiche Integration der jungen Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“, brachte Landrätin Eva Irrgang die Ziele der Jugendberufskooperationsvereinbarung auf den Punkt. „Darauf haben sich die Kooperationspartner in einem umfangreichen Vorbereitungsprozess verständigt. Es gilt die intensive und individuell ausgerichtete Betreuung und Förderung junger Menschen effektiv umzusetzen.“

Zurzeit sind 864 junge Menschen unter 25 Jahren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv gemeldet. „Für diese Jugendlichen gilt es einen passgenauen und tragfähigen Übergang von der Schule zur Ausbildung zu schaffen“, erläuterte Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. „Durch eine gezieltere Zusammenarbeit und intensivere Abstimmung aller Kooperationspartner besteht eine viel größere Chance für die jungen Menschen das richtige Ausbildungsangebot zu finden.“ Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv: „Die vielfältigen Probleme dieser Jugendlichen, wie ein fehlender Schulabschluss oder eine notwendige Kinderbetreuung, können nur in Teamarbeit mit den Schulen und Jugendämtern gelöst werden.“

Die im Jahr 2013 im Kreis Soest neu eingerichtete Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf wird die Netzwerkpartner in der Umsetzung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zusammenführen und die Akteure und ihre Aktivitäten vor Ort koordinieren, wobei die originären Zuständigkeiten der Partner erhalten bleiben.

In mehreren Sitzungen erarbeitet

Seit November 2014 haben sich Vertreter der beteiligten Projektpartner in mehreren Sitzungen getroffen, um die Ausgestaltung der neuen Jugendberufskooperation im Kreis Soest zu erarbeiten. Jetzt lag die schriftliche Vereinbarung den Kooperationspartnern zur Unterschrift vor. Die Unterzeichnung der Vereinbarung ist der Auftakt eines neuen Netzwerkes zum Wohl der jungen Menschen im Kreis Soest.