Bernd III. und Maria II. Gaebel herrschen über Hittenböcke

Allzeit-Stimmungshoch in Kallenhardt: Beim Kostümball wurden Bernd und Maria Gaebel als Prinzenpaar inthronisiert. Im Programm wirkten die Freunde des Prinzenpaares mit.
Allzeit-Stimmungshoch in Kallenhardt: Beim Kostümball wurden Bernd und Maria Gaebel als Prinzenpaar inthronisiert. Im Programm wirkten die Freunde des Prinzenpaares mit.
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Was wir bereits wissen
Niemand hatte die beiden auf der Rechnung, selbst die Kinder des Paares waren bis zur letzten Sekunde absolut ahnungslos, wer da als neues Prinzenpaar den Karnevalsclub Kallenhardt repräsentieren würde. Bernd III. und Maria II. aus dem Hause Gaebel regieren das närrische Volk in Kallenhardt.

Kallenhardt..  Niemand hatte die beiden auf der Rechnung, selbst die Kinder des Paares waren bis zur letzten Sekunde absolut ahnungslos, wer da als neues Prinzenpaar den Karnevalsclub Kallenhardt repräsentieren würde. Bernd III. und Maria II. aus dem Hause Gaebel regieren das närrische Volk in Kallenhardt.

„Hinter uns liegt ein tolles Jahr“, bedankte sich das bis zum Sonntagabend amtierende Prinzenpaar Carsten und Kirsten Cramer zuvor für die gelungene Session. Den Tränen nahe blickte die Prinzessin auf die vergangenen Monate zurück. Und auch der neue KCK-Präsident, Bertram Dohle, der an diesem Abend seine Premiere als Moderator feierte, lobte das scheidende Paar noch einmal: „Ihr habt den KCK in eurem Regentenjahr toll vertreten, ihr wart immer mit viel Freude und Spaß bei der Sache.“

Mit einer ganz besonderen Aufführung der Freunde des Prinzenpaares folgte dann der krönende Abschluss ihrer einmaligen, fünften Jahreszeit: Vier Schwarzlicht-Tänze führten die Freunde: So wirbelten sie etwa als „Ballermänner“ im typisch deutschen Touristen-Outfit mit bunten Badehosen, weißem Unterhemd und Kniestrümpfen über die Bühne.

Frohe Botschaft an Weihnachten

Große Spannung kam schließlich in der Festhalle auf, als das neue Prinzenpaar begleitet von den Garden und dem KCK auf die Bühne marschierte. Erleichtert und glücklich wirkte besonders die strahlende Prinzessin, als sie von den jubelnden Narren voller Freude gefeiert wurde. Die im wahrsten Sinne des Wortes „frohe Botschaft“ erhielten die gebürtige Spanierin und der aus Brüllingsen stammende Prinz am ersten Adventssonntag. Kaum glauben konnten sie diese. „Einen Tag später war dann klar, für uns beginnt das geilste Narrenjahr“, erinnerte sich der Prinz zurück.

Anschließend ging es im Programm weiter, örtliche Akteure sorgten für eine rundum gelungene Kappensitzung. Den Einstieg machte die Kindergarde und bewies, dass Pinguine nicht nur den kalten Nordpol lieben, sondern auch gerne in den Süden verreisen. Die Juniorengarde begeisterte mit ihrem atemberaubenden Gardetanz, ebenso wie die Seniorengarde, welche mit gleich zwei tollen Tänzen auf der Bühne ihr Können unter Beweis stellte. Neben Lea Müller, die erst zum zweiten Mal als Solomariechen gekonnt auf der Bühne herumwirbelte, präsentierte auch Alicia Risse ihren Gardetanz. In diesem Jahr allerdings zum letzten Mal, zum großen Bedauern aller Kallenhardter Jecken. „Seit 2009 begeisterst du uns mit deinen hervorragenden Leistungen“, lobte Präsident Mekus ein letztes Mal ihr akrobatisches Talent.

Schwindelerregende Pyramiden

Ebenfalls zum zweiten Mal auf der Bühne stand die neue Prinzengarde. Sie bewies, dass nicht nur Frauen die Beine schwingen können, und überzeugte als US-Army-Piloten mit schwindelerregenden Pyramiden.

Büttenredner Lukas Hölscher hielt ausnahmsweise keine Rede – hat sich seine Familie in diesem Jahr doch sehr benommen – verschonte sein Publikum aber nicht weniger mit seinem Impro-Theater. Zusammen mit seinen Schulkollegen Vera und Joachim, welche sich 20 Jahre nach ihrem Abitur über ihre Zukunft unterhielten, begeisterte er die Kallenhardter Ziegenböcke. Erfahrungen, wie etwa ein Sportstudium seiner Mitschülerin, stellte er pantomimisch dar. Rennen, Liegestütz, Hampelmänner und Sit-Ups brachten ihn ganz schön aus der Puste.

Auf die beliebte Büttenrede mussten die Jecken trotzdem nicht verzichten: Michael Dohle unterhielt das Publikum prächtig. Wer sich schon einmal gefragt hat, wie der hohe Bierkonsum im Dorf zustande kommt, der konnte im Sketch von einigen Elferratsmitgliedern sicherlich schnell eine plausible Erklärung finden. Da gibt es neben dem spontanen Bier am Abend, was bestimmt jeder kennt, auch das „Saufen am Auto“. Es sei, laut den Elferrats-Akteuren, ein völlig anderes Erlebnis, wenn man mit dem Hinterteil am Auto gelehnt genüsslich sein Bierchen schlürft.

Stimmungslieder der Ulkkapelle und Schunkelrunden rundeten das gelungene Programm ab, bevor es schließlich zum großen Finale ging. Ausgelassen feierten die Kallenhardter ihr Prinzenpaar bis in den frühen Morgen.