Beim Bürgermeister-Besuch für Skater-Anlage kämpfen

Warstein..  Den Umgang mit den neuen Medien erlernen und gleichzeitig für eigene Ziele einstehen – beides können jugendliche Skateboard-Fans der Klassen 5 bis 7 derzeit beim Projekt „Wir für die Rampen – eine Fotostory 2.0“. Im Rahmen des Bundes-Leseförderprojektes „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ erstellen die Schüler in dieser Woche mit der Hilfe von Tablets eine Fotostory und ein Fotobuch zum Thema „Wir für die Rampen“.

Einsatz für neue Rampen

In diesem wollen sie der Öffentlichkeit vorstellen, in welchem Zustand sich die Skaterrampen hinter dem Belecker Schulzentrum befinden und warum man dort nicht mehr vernünftig fahren kann. Gestern waren sie zu Gast bei Bürgermeister Manfred Gödde, der sich ihren Fragen zum Thema Skaterpark stellte. Ein Besuch, der natürlich mit dem Tablet fotografisch dokumentiert wurde.

„Es ist ja nicht damit getan, eine einfache Fläche zur Verfügung zu stellen. Ihr wollt ja auch Action haben mit Halfpipes und so – und das kostet Geld, da ist man schnell bei 30 000 Euro“, zeigte Gödde Verständnis für die Wünsche der Jugendlichen, machte aber auch deutlich, dass die Stadt dieses Geld allein nicht aufbringen könne. „Wir müssen gucken, aus welchen Fördertöpfen wir Geld bekommen können. Da wäre das Leader-Projekt eine tolle Möglichkeit, damit eine Anlage mit guten Geräten entsteht.“

Sinnvoll sei es, diese Anlage in Belecke aufzubauen wegen der zentralen Lage – hier wäre sie von allen Ortsteilen aus gut zu erreichen – aber auch, weil sie am Schulzentrum weit genug von der Wohnbebauung weg steht. „Es gab ja mal eine Skateranlage an der Alten Berufsschule. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Ärger es da mit den Anliegern gegeben hat, so dass wir die Anlage sperren mussten.“ Eben das soll bei der Neuerrichtung der Skateranlage in Belecke nicht passieren. „Es wäre auch eine Möglichkeit, interkommunal mit Rüthen zusammen zu arbeiten und die Anlage gemeinsam zu errichten. Belecke ist ja mit dem Bus schnell erreichbar für die Jugendlichen.“

Geht es in die akute Planungsphase, will Gödde die Jugendlichen mit einbeziehen, ihre Wünsche mit berücksichtigen. „Wenn wir Anfang nächsten Jahres die Geräte aussuchen, dann seid ihr mit dabei. Das kann ich ja nicht machen, denn ich fahre ja nicht auf der Anlage.“

Medienkompetenz stärken

Die Idee, sich am Projekt „Lesen macht stark“ zu beteiligen, durch das die Informations- und Medienkompetenz der Schüler gestärkt, aber auch gezeigt werden soll, dass in der heutigen Zeit viele Medien nebeneinander genutzt werden sollten, hatte Angelika Krüger, Leiterin der Stadtbücherei in Stütings Mühle. Sie suchte sich das Forum Jugendarbeit und das Schulzentrum als Kooperationspartner. „Ich hatte erst ein anderes Thema, aber die Jugendlichen wollten die Rampen.“ Wichtig sei es, dass die Jugendlichen merken, dass sie etwas bewegen können, wenn sie sich politisch engagieren.

Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung in den Banken gezeigt. In den Osterferien wird es wiederholt, die ersten Anmeldungen bei Angelika Krüger gibt es schon.