Beeindruckende Erfolgsgeschichte eines Ortes

Heimatstubengespräch in Hirschberg: Unser Dorf hat Zukunft
Heimatstubengespräch in Hirschberg: Unser Dorf hat Zukunft
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Hirschberger sind immer schon engagiert für die Zukunft ihres Dorfes eingetreten – so ließe sich die Bilanz der Teilnahmen an dem Dorfverschönerungswettbewerb zusammenfassen. Dieser war Thema bei den heimatstubengesprächen.

Hirschberg..  Die Hirschberger sind immer schon engagiert für die Zukunft ihres Dorfes eingetreten – so ließe sich die Bilanz der Teilnahmen an dem Dorfverschönerungswettbewerb, bei dem der Ort aktuell auf die Bewertung der Landeskommission wartet, zusammenfassen. Willi Funke von den Heimatstuben-Freunden hat sich die Mühe gemacht und die Teilnahmen Hirschbergs bis in das Jahr 1962 zurückverfolgt. Die Ergebnisse stellte er im Rahmen der Heimatstubengespräche vor.

Die Anfänge in den 1960ern

Da einige Urkunden fehlten habe er diese durch Anfragen bei der Landwirtschaftskammer in Köln, aus den Sitzungsprotokollen des Stadtrates der Stadt Hirschberg der Jahre 1960 bis 1975, vom Kreisarchiv Arnsberg, dem Kreis Soest und dem nicht mehr vorhandenen Aushangkasten am Rathaus entnommen und so Ersatzurkunden geschaffen, schilderte Funke seine Recherche.

Das Ergebnis der Suchaktionen beschrieb er wie folgt: „Im Jahr 1961 wurde der Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ eingeführt. Nur ein Jahr später, 1962, mit Einführung des Dorfwettbewerbs im Kreis Arnsberg, nahm Hirschberg erstmalig teil und erreichte, laut Liste des Kreisarchives Arnsberg, den ersten Platz vor Amecke-Sorpesee.“ Der erste Platz berechtigte schon damals zur Teilnahme am Landeswettbewerb im Jahr 1963.

Die Preisgelder

Am 7. August 1963 besichtigt die Landesbewertungskommission schließlich Hirschberg. 23 weitere Dörfer nahmen am Wettbewerb teil, Hirschberg belegte mit 33 Punkten den 17. Platz. Doch die Hirschberger gaben nicht auf, wie Funke schilderte: „Im Jahr 1964 wollte man es wissen und stellte sich der Kreisbewertungskommission erneut und belegte den ersten Platz.“

Damit trat man erneut auf Landesebene an. „Der Stadtrat Hirschbergs beschloss am 11. März 1965, für die Teilnahme am Dorfwettbewerb auf Landesebene, dem Verkehrsverein drei Eichenstämme zur Herstellung von Blumenkübeln kostenlos zur Verfügung zu stellen“, erzählte Funke, mit welchen Mitteln man damals um Punkte kämpfte. Mit Erfolg: Hirschberg erreichte den dritten Platz. Doch damit war keineswegs Stillstand angesagt: Am 5. April 1965 beschloss der Stadtrat, das Preisgeld für den ersten Platz auf der Kreisebene in Höhe von damals 750 Mark, zu Schaffung der Grünanlage vor dem Friedhof zu verwenden.

Die Verschönerungen

Weitere Verschönerungen folgen; so sollte zum Beispiel an der Hauptstraße (heute Kurfürstenstraße) von der Esslin-Tankstelle bis zur Tankstelle Schleimer ein Gehweg angelegt werden. Auch das Gebäude der Schützenhalle sollte verbessert werden. 1968 umfasste die Liste der Punkte, die im Wettbewerb 1968 zur Verschönerung beitragen sollten, 16 konkrete Vorschläge. Insbesondere sollten überall, wo es eben möglich ist, Bäume und Sträucher angepflanzt werden, besonders im Ortskern. In der Ratssitzung wurde angeregt, Bäume und Bänke auf der alten Müllkippe Bocksnacken aufstellen zu lassen. Eine Mühe, die sich lohnte: 1968 belegte Hirschberg erneut den ersten Platz im Kreiswettbewerb.

Keine 20 Jahre später, gibt es erstmals eine besondere Würdigung des Engagements der Hirschberger: Nachdem Hirschberg 1986 erneut Kreissieger geworden ist, belegt der Ort im Landeswettbewerb ein Jahr später den dritten Platz – und bekommt dazu den „Ehrenpreis der westfälisch-lippischen Absatzeinrichtung für Blumen und Zierpflanzen“ für wirkungsvolle Vor- und Wirtschaftsgärten durch besonders reichhaltige Bepflanzung mit Blumen und Gehölzen.

Die Sonderpreise

Eine Stufe höher auf dem Treppchen des Landeswettbewerbs ging es nur zwei Jahre später: 1988 errang Hirschberg wieder den ersten Platz auf Kreisebene und qualifizierte sich damit für den Landeswettbewerb 1989 und erreichte den zweiten Platz.

Dazu gab es noch den Sonderpreis des Westfälischen Genossenschaftsverbandes für das gut in das Dorfbild integrierte Gebäude der Volksbank.