Beate Risse – Ehrenämtlerin aus Berufung

Freuen sich auf den Urlaub ohne Koffer im Gemeindezentrum in Warstein: Bärbel Enste, Beate Risse und Christel Schnurbus vom Leitungsteam.
Freuen sich auf den Urlaub ohne Koffer im Gemeindezentrum in Warstein: Bärbel Enste, Beate Risse und Christel Schnurbus vom Leitungsteam.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Für Beate Risse hat das Ehrenamt einen hohen Stellenwert. Es verwundert daher nicht, dass sie sich gerne und vor allem viel für andere Menschen engagiert. Das tut sie aber nicht allein. Die Warsteinerin weiß: Eine Gemeinschaft erreicht mehr.

Warstein.. Risse wirkt in einigen Projekten mit. Das umfassendste ist wohl „Urlaub ohne Koffer“, das im Juni zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit Pfarrgemeinderat und Caritas stattfand. Mit ihren Kolleginnen Bärbel Enste und Christel Schnurbus organisiert sie dabei einmal im Jahr eine Erlebnis-Woche für Senioren. Montags bis freitags treffen sich die Drei dann mit weiteren Helfern und ihren Gästen im Gemeindezentrum St. Pankratius in Warstein. Ehrenamtliche Fahrer bringen die Älteren vorbei. Anschließend frühstücken sie miteinander und läuten den Tag mit Sitzgymnastik ein.

Was danach passiert, ist immer unterschiedlich. Mal geht es mit dem Schiff auf die Möhne. Mal verbringt die Gruppe einen Nachmittag in der Hirschberger Waldwirtschaft. Dieses Jahr haben sie unter anderem die Caritas in Belecke besucht und sich die Arbeit dort angesehen. „Wir suchen uns Sachen raus und überlegen, was unseren Gästen gefallen könnte“, erzählt Risse. Einmal sei eine junge Frau vorbeigekommen, die alte Fotos von Warstein gezeigt habe. „Da wurden die Erinnerungen wach und sehr schöne Geschichten erzählt“, erinnert sie sich. Zur Stärkung zwischendurch gibt es Mittagessen im Gemeindezentrum. Wer möchte, kann sich danach ausruhen. Die Caritas Soest, die an dem Projekt beteiligt ist, stellt dafür extra Liegen zur Verfügung. Um 17 Uhr endet der Tag. Die Fahrer holen die Senioren entweder am Zentrum oder an einem anderen Treffpunkt ab.

Vorsitzende im Pfarrgemeinderat

Für Beate Risse machen gerade die Menschen den Reiz bei „Urlaub ohne Koffer“ aus. „Das ist alles so herzlich“, freut sie sich. „Wir gehen da nicht brummelig dran, sondern mit Freude.“ Und das ist ihrer Meinung nach ein wichtiger Punkt bei ehrenamtlicher Arbeit: Der Spaß an der Sache.

So ist die Warsteinerin Vorsitzende im Pfarrgemeinderat und geht in Begleitung von Diakon Ludger Althaus und anderen Ehrenamtlern mit den Firmlingen auf Wanderschaft. Samstags gehen sie zu Fuß vom Paulushaus bis nach Allagen und übernachten dort im Pfarrheim. Am nächsten Tag besuchen sie den Palmsonntagsgottesdienst und wandern anschließend zur Möhne, wo sie wieder über Nacht bleiben. Von da aus geht es zur Drüggelter Kapelle und dann zum Patrokli-Dom nach Soest. Nach einer Übernachtung im Pfarrheim dort holen die Eltern die Firmlinge wieder ab. „Eine Gruppe hat mal gesagt, dass sie nicht gedacht habe, es so toll zu finden“, berichtet Risse. „Das haben wir als großen Erfolg gesehen.“ Auch das macht für sie das Ehrenamt aus: „Man kriegt vieles zurück.“ Und das ist wichtig. Ohne Ehrenamt, sagt sie, gebe es vieles nicht. Allerdings sei es leichter, Leute für einzelne Projekte zu begeistern. „Es gibt welche, die sagen, dass wir sie für Urlaub ohne Koffer gerne wieder fragen können“, sagt Risse.

Engagiert im Kinderliturgiekreis

Sie selbst setzt sich ein, wo sie kann. Vor circa zwölf Jahren brachte sie den Kinderliturgiekreis ins Rollen. Der veranstaltet zum Beispiel Krabbel-, Familien- und Mitmachgottesdienste, Ferienaktionen oder auch ein Familienfrühstück. Dann veranstalten die Mitglieder des Stammtisches „Die Ideenfreaks“, zu denen auch Beate Risse gehört, noch die Caféteria im Gemeindezentrum. Alle vier Wochen gibt es dort Kaffee und Gesellschaft. „Für alle, die nicht gerne allein Kaffee trinken“, erklärt sie. „Das Gemeinsame, das Fröhliche stärkt die Gruppe und macht die Arbeit aus.“ Dabei eingenommenes Geld fließt in gemeinnützige Projekte der Gemeinde.