Banker Thomas I. regiert die Warsteiner

Thomas I. und Yvonne aus dem Hause Raulf sind das neue Prinzenpaar.
Thomas I. und Yvonne aus dem Hause Raulf sind das neue Prinzenpaar.
Foto: Alexander Lange
Was wir bereits wissen
Bankkaufmann Thomas Raulf ist neuer Prinz der GWK. Er regiert mit seiner Lieblichkeit und Ehefrau Yvonne die Warsteiner Jecken. Die feierten ihn und den Karneval.

Warstein..  Wenn Geld die Welt regiert, dann hat der Warsteiner Karneval jetzt einen sehr guten Draht ins Zentrum der Macht: Bankkaufmann Thomas Raulf regiert die Warsteiner Narrenwelt. Gemeinsam mit seiner Frau Yvonne lüftete der Warsteiner Vollblutkarnevalist das lange Warten und Ausharren, wer denn nun die neue Tollität der GWK sein mag.

In einem Abendprogramm, das vor karnevalistischen Leckerbissen und Höhepunkten nur so strotzte, stand Thomas Raulf mit seiner Yvonne im Mittelpunkt. „Ich bin aufgeregt, aber auch total stolz“, fasste Prinz Thomas das zusammen, was ihn die letzten zwölf Wochen verfolgt hatte: Absolute Geheimhaltung, kein falsches Wort und immer eine gute Ausrede parat.

Herz-Rhythmus-Störungen

So hatte Raulf seinen Fußballkameraden vom TuS Warstein vorgegaukelt, Herz-Rhythmus-Störungen zu kurieren. Dass er vielmehr vom Karnevalsfieber, vom Bazillus Karnevalensis angesteckt war, das sahen ihm seine Freunde und Kollegen auf der großen Bühne direkt an. Mit Prinz Thomas und Prinzessin Yvonne freuen sich ihre Kinder Sophia und Fabian sowie „ihr“ Rosenmontagsteam „Die Rönnen“. Und als Prinz Thomas den Schlüssel der Stadt Warstein von Ortsvorsteher Dietmar Lange überreicht bekam und so aus dem Bankkaufmann auch noch das närrische Stadtoberhaupt wurde, konnten sich Prinz Thomas und Präsident Andre Dostal ein schelmisches Grinsen kaum verkneifen.

Programm der Extra-Klasse

Doch nicht nur die Proklamation von Prinz Thomas brachte die Warsteiner Sauerlandhalle zum Beben. Ihm und seinem Vorgänger Hans Jürgen „Hansi“ Nolte bot sich ein Programm der Extraklasse, ein karnevalistisches Feuerwerk für alle. Selbst Gregor Dolle als stellvertretender Bürgermeister reimte was das Zeug hielt, während er die Warsteiner Karnevalisten grüßte und erhielt gleich von Andre Dostal das Angebot, im nächsten Jahr doch „auch in die Bütt zu gehen“.

„Knutsch den Uwe Nutsch“

Bert Hobert sorgte als selbst ernannte „letzte lebende Schwester von Inge Meysel“ für Stimmung, Spaß und einige Lacher. So erinnerte sie sich noch ganz genau an ihr Lieblingsspiel „Knutsch den Uwe Nutsch“ vom Sessionsauftakt oder an so manche Tanzkurserfahrungen mit dem Warsteiner Elferrat. Nicht weniger spaßig traute sich Hippie Oliver Wessel auf die große Bühne, doch die Krone des karnevalistischen Frohsinns setzten dem Abend die Twersbraken aus Meschede auf.

Drei urwüchsige Sauerländer können eine ganze Halle zum Kochen bringen? Richtig, eine Premiere im Warsteiner Karneval, die wie keine zweite einschlug. Es dauerte nicht lange, da feierten die Warsteiner auf Tischen und Stühlen, klatschten und feierten ausgelassen. „Die Stimme der Heimat“ so sangen die drei, die extra „über’n Berg“ ins verschneite Warstein gereist waren. Und so waren sie nicht nur die Stimme der Heimat, sondern das Echo Warsteins, trafen mit ihrem trockenen und herzlichen Humor genau den Geschmack des Warsteiner Narrenvollkes. Denn auf die Frage „Wie iss‘ es?“ antwortet der Sauerländer schließlich mit „Muss ja“.

Und selbst nach der zweiten Zugabe feierten die Warsteiner mit Prinz Thomas das Musik-Trio, wollten sie gar nicht von der Bühne gehen lassen. Doch dort warteten längst die Garden, tanzten und performten ganz zu Ehren von Thomas und seiner Yvonne mit ihren Pagen Eva und Pia Steinrücke. Während die GWK-Jugendgarde als flinke Fische über die Bühne tanzte, die Juniorengarde den Boxsport mit einstudierten Tanzschritten kombinierte, bewiesen die Jugendprinzengarde und die Seniorengarden, dass der Gardetanz zum Karneval wie die Prinzessin zum Prinzen gehört.

Einen Höhepunkt setzte dabei nochmals die Juka-Prinzengarde aus dem benachbarten Belecke: Akrobatik, Kraft und Choreographie, die das Publikum zum Staunen brachte. Bis unter die Decke türmten sich ihre Pyramiden und Vizepräsident Christian Tüllmann ließ es sich nicht nehmen, noch einmal mit jener Prinzengarde zu marschieren, in die er vor 21 Jahren eingetreten war.

Den Schlusspunkt setzte dann der altbewährte „Motzkichor“, den Schlusspunkt der Feierlichkeiten hatte jedoch Prinz Thomas inne und stimmte ein auf „seine“ kommenden karnevalistischen Feiertage mit einem dreifachdonnernden „Helau“.