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Bahnverkehr - Streckensperrung zwischen Soest und Unna

04.09.2012 | 13:26 Uhr
Bahnverkehr - Streckensperrung zwischen Soest und Unna
Der Hochwasserschutzdamm in Werl-Mawicke hat schon Konturen angenommen. Jetzt beginnen die Arbeiten für den Durchlass des neuen Mühlenbachs durch den Bahndamm.Foto: Stephan Streicher/Kreis Soest

Werl-Mawicke.   Die Deutsche Bahn führt von Freitagabend bis Montagfrüh Brückenarbeiten an der Eisenbahnüberführung „Mühlenbach“ zwischen Soest und Werl durch. Zwischen Unna und Soest wird durch die Eurobahn ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, die an allen Unterwegsbahnhöfen halten.

Für umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen in Werl-Mawicke verlegt der Kreis unter anderem den Mühlenbach. Dazu erhält das Gewässer einen neuen Durchlass durch den Bahndamm nahe der Ortslage. Um dafür Spundwandprofile einpressen zu können, pausiert der Bahnverkehr vom 7. bis 10. September. Die Fahrgäste müssen in den Bus umsteigen.

Die Züge der Linie RB 59 von Unna über Werl nach Soest werden in beiden Richtungen von Unna ohne Halt bis Soest umgeleitet. Zwischen Unna und Soest wird durch die Eurobahn ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, die an allen Unterwegsbahnhöfen halten.

Zusätzliche Gleis- und Bahnübergangsarbeiten

Die Bahn nutzt die Komplettsperrung für zusätzliche Gleis- und Bahnübergangsarbeiten. Zwischen Unna und Soest werden an verschiedenen Bahnübergängen die Straßenbeläge erneuert und werden die Gleise mit einer Gleisstopfmaschine stabilisiert.

Lieferschwierigkeiten hatten dazu geführt dazu, dass ein eigentlich bereits im März vorgesehener erster Stopp des Bahnverkehrs nicht genutzt werden konnte. Nun können die Arbeiten für die Bahnkreuzung starten. „Zwei parallel arbeitenden Pressen bringen an diesem Wochenende Spundwandprofile in den Bahndamm ein“, erläutert Stephan Streicher, Projektkoordinator im Sachgebiet Wasserwirtschaft. „Anschließend werden die Gleise wieder hergestellt und der Bahnverkehr kann pünktlich zum Wochenbeginn wieder ungehindert ablaufen. In einer im Januar terminierten weiteren Sperrpause wird dann eine Hilfsbrücke aufgelegt und der Bau des eigentlichen Durchlasses kann dann endlich beginnen.“

Fortschritte in Mawicke

Trotz der Verzögerung in Sachen Bahndurchlass hat sich in Mawicke schon einiges getan.

So sind der neue Bachlauf und der Hochwasserschutzdamm schon gut erkennbar. In einigen Bereichen ist schon im wahrsten Sinne des Wortes Gras darüber gewachsen. Die Natur erobert langsam das Baugelände zurück, was die Planer auch beabsichtigt haben. Nicht nur der Hochwasserschutz ist ein erklärtes Ziel des Projekts. Auch der ökologische Lebensraum im und am neuen Mühlenbach soll deutlich aufgewertet werden.

„Wir rechnen damit, alle Maßnahmen bis Sommer 2013 abschließen zu  können“, sagt Wasserbauingenieur Stephan Streicher vorausschauend. „Ab diesem Zeitpunkt werden zukünftige Hochwässer um den Ortskern Mawicke herum durch den neuen Bahndurchlass abgeleitet".

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