Bahn-Horror

Warum in der Sauna schwitzen, wenn die Deutsche Bahn liegt so nah? Dass eine Fahrt mit dem Zug wirklich an Körperverletzung grenzen kann, hätten wir nicht gedacht, als wir am Freitag in Soest in den Waggon stiegen und (noch) frohen Mutes hofften, gute zwei Stunden später erholt in Köln anzukommen. Gut, es war schon etwas warm im Zug, aber was uns die nächste Zeit noch erwarten würde, hätten wir nie zu träumen gewagt. Denn schon nach einer Viertelstunde Fahrt hatten wir das Gefühl, dass hier eher die Heizung statt der Klimaanlage lief. So ließ sich wohl auch der freundliche Mensch erklären, der hektisch an einem Sicherungskasten herumschraubte und verschiedene Knöpfe ausprobierte. Indes, an der Temperatur änderte sich nichts. Als er dann noch einer Zugbegleiterin den Tipp gab, die Heizung etwas laufen zu lassen, schwante uns Übles.


Die Temperatur war inzwischen auf über 50 Grad angestiegen, dafür war der Sauerstoffgehalt in der Luft gesunken. Und dummerweise zerschlug sich auch noch die Hoffnung, pünktlich in Köln anzukommen – der Zug blieb nämlich auf freier Strecke stehen. Technische Probleme wurden als Grund angegeben. Fast eine Stunde kostete uns diese Störung letztendlich. Als meinem Vater dann noch schwummerig wurde, wurde es Zeit, diesen Horror-Zug in Köln-Mülheim frühzeitig zu verlassen und auf S- und U-Bahn umzusteigen. Da herrschten höchstens 35 Grad – welche Erholung!