Bäume neben der Kapelle sorgen für Diskussion

Antoniusfest Niederbergheim
Antoniusfest Niederbergheim
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zu Ehren des heiligen Antonius lud der Kapellenverein Niederbergheim zum alljährigen Antoniusfest ein. Nach einer festlichen Messe mit Pastor van Lieshout machten sich die Mitglieder auf den Weg zur Schützenhalle um dort zunächst die Generalversammlung abzuhalten und im Anschluss das traditionelle Wildessen zu genießen.

Niederbergheim.. Der erste Vorsitzende Andreas Kühle begrüßte die anwesenden Mitglieder und freute sich über das zahlreiche erscheinen. Nachdem das Protokoll der letztjährigen Generalversammlung durch Thorsten Gerenkamp verlesen wurde, folgte der Jahresbericht: „Es war ein besonderes und ereignisreiches Jahr für uns.“

Im Januar vergangenen Jahres wurde die Orgel in der Antonius Kapelle gründlich gereinigt und saniert. Die 494 Pfeifen und auch der Rest der Orgel wurde dabei in seine Einzelteile zerlegt und von der Firma Elmar Krawinkel fachmännisch gereinigt. Filzdichtungen wurden ausgetauscht und durch einen neuen Windmacher mit mehr Leistung wurden die Nebengeräusche der Orgel minimiert um den vollen Klang der Orgel genießen zu können. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung und die Exklusivführung der Glasmalerei Otto Peters in Paderborn. Nachdem der Kapellenverein feststellen musste, dass keinerlei Skizzen und Entwürfe von ihren Fenstern mehr vorhanden sind, sondern lediglich Schriftverkehr vorliegt, haben sie die Firma Otto Peters angeschrieben. Nachdem die Firma im Krieg allerdings völlig ausgebombt wurde und somit alle Unterlagen zerstört wurden, gab es auch keine Skizzen der Fenster mehr. Der Seniorchef Wilhelm Peters freute sich aber so sehr über die Schriftstücke mit der Original-Unterschrift seines Großvaters, dass er den Kapellenverein einlud, eine Exklusivführung in seiner Glasmalerei zu bekommen. Dankend wurde dieses Angebot angenommen und Wilhelm Peters erzählte lebhaft, wie aus Glas ganze Kunstwerke werden.

Auch das Orgelkonzert in der Antonius-Kapelle fand großen Anklang in der Gemeinde. Den beiden Organisten Hubertus Struchholz und Reiner Bolinger kam die Idee, die Sopranistin Nadja Dust mit für das Konzert zu begeistern. In Eigenregie wählten sie die Stücke aus und konnten so die bis auf den letzten Platz gefüllte Kapelle verzaubern.

Ende Juni starteten dann die Renovierungsarbeiten: eine neue Dacheindeckung, neue Schallluken am Kapellenturm, eine neue Blitzschutzanlage und ein kompletter Außenanstrich wurden zur Verschönerung aufgebracht. Doch auch das Kreuz mit Weltkugel und Hahn musste erneuert werden. Jürgen Schröder erklärte sich bereit diese Arbeit zu übernehmen und fertigte das neue Kreuz aus Edelstahl. Im Anschluss wurde das Kreuz noch durch Blattgold veredelt und bekam so seinen besonderen Feinschliff.

Steffensknechte sind bedeutend

Ein wichtiger Teil für die Instandhaltung der Kapelle ist das Singen der Steffensknechte am zweiten Weihnachtsfeiertag. Hierbei wurden zahlreiche Spenden eingenommen und die errungenen Sachpreise im Anschluss in der Schützenhalle wieder versteigert. Das Talent der Versteigerer Christian Lenze, Christian Lindemann und Thomas Thiele zeigte sich schnell, denn der Rekorderlös vom letzten Jahr wurde nochmals übertroffen.

Nach dem Jahresprotokoll folgte der Tagesordnungspunkt Wahlen. Als erster Vorsitzender wurde Andreas Kühle einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. Und auch Beisitzer Peter Bathe erhielt vollstes Vertrauen und wurde einstimmig wiedergewählt. Doch es fand neben den eigentlichen Wahlen noch eine weitere statt: Schriftführer Ewald Cruse legte sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Eine feste Neubesetzung des Postens konnte nicht erfolgen, so dass sich Thorsten Gerenkamp sich bereit erklärte, den Posten bis zur Wiederbesetzung zu übernehmen.

Im Punkt Verschiedenes gab es einige Punkte, die kontrovers diskutiert wurden: Ob die Bäume, die zu dicht an der Kapelle stehen, abgesägt oder umgepflanzt werden, ist noch nicht deutlich geworden. „Wenn sich ein geeigneter Platz für die schönen Bäume findet, können wir sie gerne umpflanzen.“, erklärt Andreas Kühle. Des Weiteren werden einige Geländer erneuert, die Bodenplatten ausgetauscht und Gitter an den Kellerfenstern angebracht um Einbrecher abzuhalten. Aus der Runde kam ebenfalls eine Wortmeldung: „Vielen Dank an den Vorstand, ohne euch wäre die Kapelle nicht so schön geworden!“

Am Ende der Generalversammlung betont Andreas Kühle noch einmal die durchweg gelungene Zusammenarbeit. Im Anschluss fand das traditionelle Wildessen statt. Dazu waren auch Familie und Freunde herzlich eingeladen, so wurde das Antoniusfest in gemütlicher Runde beendet.