Ausweis mit Lichtbild für ehrenamtliche Helfer

Der Arbeitskreis Asyl tagt in Rüthen.
Der Arbeitskreis Asyl tagt in Rüthen.
Foto: Carolin Fisch
Was wir bereits wissen
Der Arbeitskreis Asyl diskutierte über die Situation in der Flüchtlingsunterkunft. Und benötigt Ausweise.

Rüthen..  Das Thema „Sicherheit“ für die Bewohner, aber auch für die Helfer der Rüthener Flüchtlingsunterkunft war Schwerpunkt des jüngsten Treffens beim Arbeitskreis Asyl.

„Das Haus Maria vom Stein ist eine offene Einrichtung ohne Zäune, bei der sich die Asylsuchenden und Mitarbeiter frei bewegen können. Obwohl dadurch das Miteinander gefördert wird, hat es auch Nachteile: Ein Sicherheitsdienst muss Besucher – darunter auch die ehrenamtlichen Helfer – kontrollieren, ob sie befugt sind, dass Gebäude zu betreten“, erklärte Maik Rathje, stellvertretend für den Regionalvorstand der Johanniter.

Sicherheitsstandard halten

Damit die ehrenamtlichen Helfer zukünftig bei der Sicherheitskon­trolle einen einfacheren Zutritt für die Unterkunft erhalten, sollen sie einen Ausweis mit Lichtbild und Bescheinigung über ihre gemeinnützige Arbeit bekommen. „Bis jetzt gab es noch keine Vorfälle in dieser Hinsicht, dennoch wollen wir den Sicherheitsstandard halten und nicht aus Fehlern lernen müssen“, argumentierte Rathje. Um einen Ausweis zu erhalten, sollen die Helfer des Arbeitskreises beitragsfreies Mitglied bei den Johannitern werden sowie ein Führungszeugnis vorweisen. Die Teilnehmer waren sich schnell einig und sahen diese Idee als sinnvoll an, so dass bei ihrem nächsten Treffen die Fotos für die Ausweise gemacht werden.

Treffen wichtig

Ein weiteres Thema war die Ratssitzung, bei der die Flüchtlingsunterkunft und insbesondere deren Überbelegung im Mittelpunkt stand. „Mein Fazit zu der Sitzung: Es ist wichtig, dass wir hier zusammenkommen, um über aktuelle Belange zu sprechen und um die Situation zu verbessern“, stellte Arbeitskreisvorsitzender Bernd Vorderwisch fest.

Initiative gegründet

Während der Ratssitzung wurde bekannt, dass die „Nachbarschaftsinitiative Rüthen gegen Flüchtlingsüberbevölkerung im Haus Maria vom Stein“ ins Leben gerufen wurde, deren Mitglieder Rüthener Bürgerinnen und Bürger sind, die rund um die Flüchtlingsunterkunft wohnen. Sie fordern nun von der Bezirksregierung, dass die Zahl der Flüchtlinge reduziert werden soll. „Unsere Idee ist es, Bürgersprechstunden hier vor Ort einzuführen, in denen kompetente Ansprechpartner für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen“, berichtete Rathje. Somit soll zukünftig auf anstehende Probleme der Bevölkerung schneller eingegangen und eventuell auch gelöst werden können. „Die angebliche Lärmbelästigung konnte bereits reduziert werden, da für den späten Abend der Innenhof für die Bewohner zur Verfügung steht“, erläuterte das Johanniter-Mitglied.

Sprache lernen erleichtern

Wie kann man den Asylsuchenden das Erlernen der deutschen Sprache erleichtern? Diese Frage stellen sich regelmäßig die Deutschkurs-Lehrer wie Jutta Klör, Reinhard Schmücker sowie Gisela und Rudolf Michel. „Das Lernen ist an sich nicht das Problem, sondern die Bedingungen dafür, wie passende Sitzmöglichkeiten“, betonte Schmücker. Da die Kurse in verschiedenen Räumen stattfinden und teilweise keine Tische vorhanden sind, sollen die „Schüler“ ab nächster Woche Klemmbretter erhalten, um Lernblätter auszufüllen oder um sich Notizen machen zu können.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am Mittwoch, 27. August, um 17.30 Uhr statt.