„Ausbildung verleiht Kraft für den Sprung ins Berufsleben“

Soest..  Für insgesamt 250 Bachelor- und Masterabsolventen der technischen Fachbereiche Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik ging jetzt ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende: Viele von ihnen versammelten sich am Samstag, 20. Juni, ein letztes Mal im Soester Audimax der Fachhochschule Südwestfalen, um in einem feierlichen Rahmen ihre Abschlussurkunden entgegenzunehmen.

„Sie haben alles richtig gemacht“, überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Soest, Christiane Mackensen, Glückwünsche von Rat und Verwaltung. Zu den meisten der Anwesenden hatte sie bereits zur Erstsemesterbegrüßung gesprochen und ihnen damals gute Ratschläge mit auf den studentischen Weg gegeben. Zur Absolventenfeier hatte sie jetzt Auszeichnungen für zwei herausragende Bachelor-Arbeiten im Gepäck. Der jährlich von der Stadt Soest ausgelobte Innovationspreis ging in diesem Jahr an Marvin Cruse, Absolvent Elektrotechnik (Fachbereich Elektrische Energietechnik), sowie Zoé Pasquay, Absolventin Design- und Projektmanagement (Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik).

Über den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen freute sich Meenakshi Tomar. „Im Master-Studiengang International Management and Information Systems war sie von Anfang an durch ihre überdurchschnittliche Motivation und Leistungsbereitschaft aufgefallen“, lobte Prorektion Prof. Dr. Christine Kohring das Engagement der aus Indien stammenden Absolventin.

Auf die Frage, „was bleibt vom Studium?“, hatte Festredner Dr. Dominik Aufderheide, ehemals Student und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Soester Fachbereich Elektrische Energietechnik, eine Antwort. „Der Sprung von der Hochschule ins Berufsleben erscheint wie ein Abgrund, aber das wird jeder schaffen“, ermunterte er die Absolventinnen und Absolventen. Denn die Ausbildung an der Fachhochschule verleihe die nötige Sprungkraft auf fachlicher, aber auch auf persönlicher Ebene. Der Kulturschock falle daher kleiner aus als gedacht, trotzdem habe ihn das Berufsleben mit einigen Innovationen überrascht: Effizienz, Organisation, Disziplin und, dass man auf die erhofften Semesterferien leider vergeblich wartet. In 90% seiner Arbeitszeit beschäftige er sich jetzt mit eher nicht-technischen Inhalten. In den restlichen 10% bearbeite er technische Fragen. Das im Studium erworbene Fachwissen sei also als wertvolle Arbeitsgrundlage unverzichtbar. Zurückblickend sei es eine tolle Erfahrung gewesen, am Soester Standort gemeinsam mit vielen Studierenden aus aller Welt zu lernen und zu arbeiten. Denn so international gehe es auch im Beruf zu: „Nur jede 10. E-Mail bekomme ich aus Deutschland.“

Die Überreichung der Urkunden wurde begleitet vom Applaus der gut 350 anwesenden Kommilitoninnen und Kommilitonen, Angehörigen sowie Ehrengästen aus Politik, Unternehmen und regionalen Bildungseinrichtungen.

Den feierlichen musikalischen Rahmen bildete der Hochschulchor unter der Leitung von Felix Jensen.