Auf der Suche nach den besten Mitarbeitern

Martin Hötzel, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb
Martin Hötzel, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb
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Was wir bereits wissen
Die Absatzkrise der Marke Warsteiner hat nicht zu Entlassungen geführt. Das betont Warsteiner-Geschäftsführer Martin Hötzel.

Warstein..  Zwischen den Entlassungen im Herbst vergangenen Jahres (unsere Zeitung berichtete) und der Absatzkrise der Marke Warsteiner gibt es keinen Zusammenhang. Das erklärte Catharina Cramer im zweiten Teil des Gesprächs, das die WESTFALENPOST mit der Brauerei-Chefin und Martin Hötzel, dem neuen Geschäftsführer für den Bereich Vertrieb und Marketing, geführt hat.

Aktuell ist die Brauerei vielmehr auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Bereits im Januar sind zehn neue eingestellt worden, weitere zwanzig werden gesucht – in verschiedenen Bereichen. Hötzel: „Wir wollen das Unternehmen positiv entwickeln, dafür brauchen wir gute Leute. Wir suchen intensiv. In der Industrie spricht man vom ,War for Talents’ – vom Kampf um künftige Leistungsträger.“

Dass die Brauerei im vergangenen Jahr mit acht Prozent Minus einen schmerzhaft hohen Absatzrückgang zu verbüßen hatte, ist nach Einschätzung von Cramer und Hötzel in erster Linie einer Preiserhöhung geschuldet, die Warsteiner in einem anderen Rhythmus als die Konkurrenz vorgenommen hatte. Anders als andere Großbrauereien hatte man im Jahr 2013 auf eine Preiserhöhung verzichtet und erforderliche Preis-Anhebungen erst im Jahr 2014 vorgenommen. „Es ist richtig“, so Cramer, „dass die Warsteiner Gruppe nach der Preiserhöhung für die Hauptmarke Warsteiner in 2014 Einbußen im Inland hinnehmen musste.“

Doch das ist inzwischen der berühmte Schnee von gestern. Der Blick im Unternehmen ist klar nach vorne gerichtet, auch dank des neuen Geschäftsführers Martin Hötzel: „Meine Aufgabe ist unter anderem, national wie international Synergien zwischen den Bereichen Marketing und Vertrieb zu verbessern.“

Besser entwickeln als der Markt

Insgesamt sieht er das traditionsreiche Brauhaus jedoch gut aufgestellt, um auch in Zukunft im Konzert der bundesdeutschen Großbrauereien eine bedeutende Rolle spielen zu können: „Wir möchten uns besser entwickeln als der Markt. Deshalb müssen wir die Dinge, die jetzt vor uns liegen, richtig anpacken. Wenn uns das gelingt, werden wir uns Schritt für Schritt nach vorne entwickeln.“

Ein Selbstläufer ist das allerdings nicht: „Der deutsche Biermarkt ist anspruchsvoll und schwierig. 2015 wird ein spannendes Jahr, weil große Events wie eine Fußballweltmeisterschaft fehlen. Aber am Ende wollen wir zu den Gewinnern gehören.“

Und Catharina Cramer ergänzt: „Natürlich haben wir das Ziel vor Augen, wieder nach vorne zu kommen. Alles andere wäre fahrlässig.“

Dass Warsteiner in Deutschland immer noch eine Top-Marke ist, belegen aktuelle Umfragedaten, wie die Brauerei-Chefin berichtet: „Unser Bekanntheitsgrad in Deutschland liegt bei 96 Prozent. Das kann man praktisch nicht mehr verbessern.“