Auf dem Weg zur „Fairen Gemeinde“

Hirschberg..  Vor vier Jahren war die Osternachtmesse der St.-Christophorus-Gemeinde in Hirschberg vom Samstagabend auf den frühen Sonntagmorgen verlegt worden. Damals gab es durchaus viele skeptische Stimmen, die klagten: „So früh! Ob da denn überhaupt Leute kommen würden?“

Der Pfarrgemeinderat (PGR) hatte damals überlegt, die frühen Gottesdienstbesucher mit einem gemeinsamen Osterfrühstück im Pfarrheim, direkt im Anschluss an die Osternachtsmesse, zu belohnen. In diesem Jahr fand diese besondere Kombination aus früher Messe und gemeinsamem Osterfrühstück zum fünften Mal statt, die etwas ungewöhnliche Zeit hat sich mittlerweile fest etabliert.

Eine besondere Überraschung

Pfarrer Thomas Wulf zog mit der brennenden Osterkerze in eine gut gefüllte Kirche ein. Nach der Messe kamen so viele Gottesdienstbesucher wie nie zuvor ins Pfarrheim zum Osterfrühstück, fast 60 Kinder und Erwachsene kamen zusammen – da mussten schnell noch Tische und Stühle herbeigeschafft und Plätze eingedeckt werden.

Eine besondere Überraschung waren zwei gebackene Osterlämmer, zum „Frühstücks-Nachtisch“, die Ida Cars für die versammelte Frühstücksgemeinde gebacken hatte. Nach dem Frühstücken begaben sich die Kinder auf Ostereiersuche rund um die Kirche – und wurden fündig.

Ein besonderes Engagement kündigte PGR-Vertreterin Waltraud Enste an: Die St.-Christophorus-Gemeinde bewirbt sich um den Titel „Faire Gemeinde“. Die wichtigsten Kriterien, die für diese Auszeichnung erfüllt werden müssen, erfüllt man in Hirschberg seit Jahren völlig selbstverständlich. Deshalb war es gar nicht so einfach, „Verbesserungsprojekte“ zu finden.

Nach dem mehrfach erfolgreichen Eine-Welt-Verkauf, beim Weihnachtsmarkt und auf dem Bunten Nachmittag der kfd in der Schützenhalle, hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, dem Verkauf von Eine-Welt-Waren nun eine Verlässlichkeit und Kontinuität zu geben: In Zukunft soll an jedem ersten Samstag im Monat, jeweils nach der Abendmesse, ein Verkauf von Eine-Welt-Waren stattfinden. Den Anfang gab es dann auch gleich beim Osterfrühstück: Schokolade aus dem GEPA-Sortiment und der fairgehandelte Tatich-Kaffee der Kolpingsfamilie wurden im Pfarrheim angeboten und von vielen Gottesdienst- und Frühstücksbesuchern auch gleich erstanden.

So konnten alle Beteiligten, nach Spülen und Aufräumen des Pfarrheims, zufrieden die Tür hinter sich schließen: Der Einsatz am frühen Morgen hatte sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt, für die Gemeinde und für die gute Sache des fairen Handels in der „Einen Welt“.