Auch Saint Pol setzt Zeichen gegen Gewalt und Terror

Warstein/St. Pol..  Tief getroffen sind auch die Bürger in Warsteins französischer Partnerstadt Saint Pol sur Ternoise von den terroristischen Anschlägen in Paris. Im Gedenken an die Opfer des Attentats auf Charlie Hebdo war daher die Bevölkerung zu einer öffentlichen Versammlung in den Warsteiner Park eingeladen, „um an die Opfer zu erinnern und unsere Ablehnung des Terrorismus zu bekräftigen und alle Kräfte zu vereinen, das fundamentale Recht der Meinungsfreiheit zu verteidigen und die Bedeutung des nationalen Zusammenhalts zu unterstreichen, im Einklang mit der durch dieses Ereignis international hervorgerufenen Emotion“, erklärte Philippe Armand in einem Schreiben an die Warsteiner Europafreunde.

Birgit Wüllner, WEF-Vorsitzende, drückte in ihrer Antwort an ihren Amtskollegen Gérard Bocquillion, Vorsitzender der ASPAI, den Schrecken und das Entsetzen aus, mit denen man auch in Warstein in den Medien die Geschehnisse in Paris und Umgebung verfolge. „Wir sind wie gelähmt von dem furchtbaren Leid, welches den unerschrockenen Journalisten, ihren Familienangehörigen, Freunden und Kollegen, aber auch Frankreich als Nation angetan wird.“

Der Bedrohung des inneren Friedens in Europa könne man nur mit Zeichen der Solidarität begegnen. „Schmerzlich wird uns durch diese Taten bewusst, wie wichtig die Arbeit unserer Partnerschaftsorganisationen selbst nach 50 Jahren noch ist, um zur Verständigung unter den Völkern beizutragen“, betont die WEF-Vorsitzende.

Verlesen wurde der Brief im Rahmen der Gedenkfeier. „Das waren rührende Augenblicke. Man konnte spüren, wie alle von den Ereignissen der letzten Tagen tief getroffen wurden! Wie konnte auch so eine Barbarei im Land der Menschenrechte stattfinden?“ fragt Bocquillion. „Wir konnten einfach nicht glauben, was sich vor unseren Augen abspielte. Das ist für uns alle ein Erdbeben gewesen. „Meinungsfreiheit, Pressefreiheit sind Wörter, die für diese Fanatiker aus unserem Vokabular gestrichen werden müssen.“taf