Atemschutzverbund entlastet Ehrenamtliche

Atemschutz-Übung der Freiwilligen Feuerwehr in Belecke: Bei all dem Atemschutz muss  auch die richtige und korrekte Schutzkleidung, die Gesichtshaube und der Helm mit Atemmaske richtig angelegt werden
Atemschutz-Übung der Freiwilligen Feuerwehr in Belecke: Bei all dem Atemschutz muss  auch die richtige und korrekte Schutzkleidung, die Gesichtshaube und der Helm mit Atemmaske richtig angelegt werden
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Dem Atemschutzverbund des Kreises Soest will auch die Stadt Warstein beitreten. Für die Feuerwehren im Kreisgebiet ergeben sich durch die Zentralisierung viele Vorteile – etwa die Entlastung des Ehrenamtes, da die arbeitsintensive Wartung der Atemschutzgeräte wegfällt.

Warstein..  Dem Atemschutzverbund des Kreises Soest will auch die Stadt Warstein beitreten. Da die Atemschutzgerätewarte aufgrund der gesetzlich und sachlich vorgeschriebenen Aufgaben schon heute teilweise überlastet sind und keine zusätzliche Belastung mehr tragen können, haben viele Freiwillige Feuerwehren im Kreisgebiet erhebliche Probleme, den Atemschutz sicher zu stellen. Zudem hat derzeit kaum eine Kommune die erforderlichen Reserven an Atemschutzgeräten, um ein Großschadensereignis allein zu bewältigen. Hier soll der neue Atemschutzverbund Abhilfe schaffen. Mit der Thematik befassen wird sich der Haupt- und Finanzausschuss am 26. Januar.

Container mit Zusatzgeräten

Damit der Atemschutz-Pool reibungslos funktioniert, werden zusätzlich zur benötigten Anzahl zusätzliche Atemschutzgeräte vorgehalten. Standort der zentralen Atemschutzwerkstatt wird das Rettungszentrum des Kreises Soest. Ein Hol- und Bringservice für den Geräteaustausch wird eingerichtet. Beim Rettungszentrum wird eine zentrale Reserve an Geräten für Großschadensereignisse vorgehalten, diese wird im Abrollcontainer Atemschutz, der angeschafft wird, vorgehalten. Dieser wird im Bedarfsfall zum Einsatzort transportiert.

Für die Feuerwehren im Kreisgebiet ergeben sich durch die Zentralisierung viele Vorteile – etwa die Entlastung des Ehrenamtes, da die arbeitsintensive Wartung der Atemschutzgeräte wegfällt, und die Verringerung des persönlichen Haftungsrisikos. Außerdem müssen die Werkstätten vor Ort, die oft nicht mehr den DIN-Vorschriften entsprechen, nicht mehr instandgesetzt werden.

Auch für die Stadt Warstein ist dies relevant, entfällt doch bei der derzeitigen Planung der neuen Feuerwehrhäuser für Warstein und Belecke die Berücksichtigung einer kostenintensiven Atemschutzwerkstatt. Rund 100 000 Euro können so eingespart werden. Außerdem bietet sich durch den Beitritt für die heimische Wehr eine dauerhafte und sichere Versorgung mit Atemschutzgeräten. Auch die jährlich anfallenden Kosten unterscheiden sich nur marginal von denen, die für eigenen Atemschutz anfallen würden, falls die Stadt nicht beitritt. Derzeit ist Werl die einzige Stadt im Kreisgebiet, die sich nicht beteiligen will.

Für die Erstellung des Pools sind von der Stadt Warstein einschließlich der erforderlichen Reserven 88 Atemschutzgeräte mit Zubehör anzuschaffen. Hierfür fallen Kosten von rund 122 700 Euro an, die in den Haushaltsplan 2015 aufgenommen würden. Die Geräte gehen in das Eigentum der Stadt über. Die Umsetzung des Atemschutzverbundes ist für den 1. Oktober geplant.