Arbeitskreis startet – trotz unklarem Ziel

Warstein..  Bewusst ohne Zeitplan macht sich der Arbeitskreis Windkraft, der im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag ins Leben gerufen wurde, daran, einen Kriterien-Katalog für Windkraft-Flächen im Warsteiner Stadtgebiet zu erarbeiten. „Es ist viel im Gange und im Umbruch“, wies Stadtplaner Meinolf Kreggenwinkel etwa auf die jüngste Kehrtwende der NRW-Staatskanzlei hin. Demnach sind die Flächenvorgaben keine Ziele mehr, sondern nur noch Grundsätze. Damit unterliegen sie der Abwägung und sind nicht mehr strikt vorgegeben.

Tabubereiche abgrenzen

Um sich auf mögliche Verhandlungen mit der Bezirksregierung vorzubereiten, entsenden die im Rat vertretenen Parteien und die Stadtverwaltung Vertreter in den Arbeitskreis, der nun Tabubereiche und Potenzialflächen für Windkraft abgrenzen soll. Von den Fraktionen wurde das geplante Vorgehen einhellig begrüßt. „Es wäre schön, wenn man den Wald dabei direkt außen vor lassen könnte“, sagte Wolfgang Lutterbeck (CDU), „aber wir sollten den Arbeitskreis nicht so stark fesseln.“ Jochen Köster (BG) und Gerd Flaig (SPD) schlugen zudem vor, auch über ein Repowering der bestehenden Anlagen auf der Haar nachzudenken. Zu diesen und anderen Themen sollen bei Bedarf Experten in den Arbeitskreis eingeladen werden.

„Wir müssen uns auf den Weg machen“, betonte auch Ausschussvorsitzender Hubertus Jesse (CDU) – wenngleich das Ziel angesichts der unklaren Rechtslage noch im Nebel liegt.