Arbeitsauftrag

„Ich weiß doch nichts.“ „Schreib doch über deinen Bruder!“ – Solche Ausflüchte finden sie, die lieben Kollegen, um nicht an dieser Stelle ihrer doch vorhandenen journalistischen Kreativität freien Lauf lassen zu müssen. Ich reite jetzt nicht darauf herum, dass es ausschließlich männliche Kollegen waren, die mich gestern hier hängen ließen und die „Schuld sind“, dass Sie heute schon wieder mein Foto an dieser Stelle sehen. Nein, vielmehr bedanke ich mich auf diesem Wege bei einem aufmerksamen Leser meiner Zeilen über die Königspost. Seinetwegen kann ich nämlich heute an dieser Stelle berichten, dass ich bei weitem nicht die Einzige bin, die prominenten Menschen zum Geburtstag gratuliert.


Besagter Leser hat sogar einen gänzlich anderen Anlass genommen, seinem Vorbild zu schreiben: Als „Apollo 13“ im Kino lief, schrieb der Suttroper an Neil Armstrong, mit dem Hintergedanken: „So lange der noch lebt, kann man das doch mal machen. Vielleicht kommt ja eine Antwort.“ Sie kam: Ein handschriftlich adressierter Umschlag samt Autogrammkarte. Das lässt mich hoffen – in zweierlei Hinsicht: Zum einen, dass ich auch bald Post aus Großbritannien bekommen. Und gleichzeitig weiß ich nun, wie ich meine Kollegen ans Schreiben von netten Anekdoten bekomme: Ich verdonnere sie einfach dazu, sämtlichen prominenten Sportlern, Politikern, Sängern und Künstlern Briefe zu schreiben. Die Antworten dürften reichen, diesen Platz hier auf Monate zu füllen...