Angedickt

Männer-Kochkurse sind eine feine Sache. Schließlich lernt das starke Geschlecht hier von klein auf, wie man richtig Zwiebeln schneidet und andünstet, wie man kunstvoll Fleisch anbrät und dass ein Ei nicht weicher wird, wenn man es länger kocht. Bringt man(n) sich das Kochen jedoch ohne diesen Hintergrund bei, fehlen so manche Grundlagen – etwa was das richtige Verhältnis von Mehl, Butter und Flüssigkeit bei einer Mehlschwitze betrifft. „Lieber ein bisschen mehr“, hatte sich der junge Kochanfänger gesagt, ein halbes Stück Butter mit reichlich Mehl in den Topf gegeben, um eine Soße herzustellen. Flüssigkeit wurde zugegeben und ordentlich gerührt – im Topf rollte ein ansehnlicher Butter-Mehl-Klumpen hin und her. Immer wieder wurde die Prozedur wiederholt, der Topf wurde immer voller und dem Möchtegern-Koch wurde es heiß und heißer. Kurz, bevor der Rand des Topfes erreicht war, hatte die Gemüse-Soße schließlich die richtige Konsistenz – allerdings passte das Grünfutter nicht mehr in den Topf. – Männer-Kochkurse sind doch praktisch...