Abschied nehmen von Friedrich-Spee-Gymnasium

Bedeutender Tag für 90 nunmehr ehemalige Schülerinnen und Schüler: Abschlussfeier Abiturientia 2015 mit Zeugnisübergabe des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Rüthen.
Bedeutender Tag für 90 nunmehr ehemalige Schülerinnen und Schüler: Abschlussfeier Abiturientia 2015 mit Zeugnisübergabe des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Rüthen.
Foto: Armin Obalski
Was wir bereits wissen
Unerwartet ernst blickten viele der 90 nunmehr ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Spee-Gymnasiums bei ihrer Abschlussfeier drein. Dabei ist alles gut. Es gibt reichlich Grund zur Freude.

Rüthen..  Unerwartet ernst blickten viele der 90 nunmehr ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Spee-Gymnasiums bei ihrer Abschlussfeier drein. Dabei ist alles gut. Es gibt reichlich Grund zur Freude, steht doch sogar bei 24 der jungen Frauen und Männer auf ihrem Abiturzeugnis eine Eins vor dem Komma.

Viele lobende Worte und viele Dankesreden gab es naturgemäß an diesem besonderen Tag. Doch das sicher schönste Kompliment, das dem Abiturjahrgang 2015 gemacht werden konnte, kam aus dem Mund eines der Abiturienten selbst: „Ich stelle fest, dass ich hier keinen Unterschied machen kann zwischen Mitschülern und Freunden“, sagte Andreas Radin, der zusammen mit Joachim Rikus für die Abiturientia 2015 sprach. Das zweite große Kompliment bekam Stufenleiterin Cornelia Boomhuis: „Es war eine Freude, von Ihnen zum Abitur geführt zu werden.“

„Die Bänder der Freundschaft bleiben, auch wenn man sich seltener sieht“, zeigten sich beide überzeugt. In einer launigen Ansprache blickten Radin und Rikus zurück, weniger auf das gemeinsame Lernen, als das gemeinsame Leben, das von einer Fahrt zum Gardasee ebenso gekrönt wurde, wie von einer Abifete, die nicht ganz wie geplant verlief. Gleich ob es jetzt zum Studium nach Maastricht oder Paderborn geht, als Au pair nach Australien oder zum Arbeiten und Reisen nach Neuseeland – durch das Turbo-Abitur haben die jungen Leute ein Jahr mehr Zeit, Erfahrungen zu sammeln.

Der Kooperation mehr als Leitmotiv, denn als Leidmotiv widmete sich Schulleiter Heinfried Lichte und nutzte dabei Begriffe aus dem Sport. Mit der in zahlreichen Fällen unter Beweis gestellten Teamfähigkeit und dem ausgeprägten Fair Play sah er die Abiturienten bestens dafür gerüstet, „auch in anderen Mannschaftsaufstellungen ihre Talente zu entfalten“.

Freiheit bedeutet Verantwortung

Dass die neu gewonnene Freiheit vom bislang sehr geregelten Alltag auch Verantwortung bedeutet, machte Bürgermeister Peter Weiken deutlich. Dem Recht zur praktischen Einmischung in alle Belange gesellschaftlichen Zusammenlebens stellte er die Pflicht dazu gegenüber. Dienlich dabei ist den jungen Menschen, die nun die allgemeine Hochschulreife in der Tasche haben, ganz sicher das eigene Denken. „Die Schule soll weniger mit Wissen vollstopfen, sondern bringt das Denken bei“, dass dies gelungen sein möge, dieser Hoffnung gab Oberstufenkoordinator Felix Pradel Ausdruck. „Es ist die Freiheit wahrer Bildung zu unterscheiden, was richtig, was falsch ist.“ In diesem Zusammenhang nannte er die schulischen Leistungen der Abiturienten „in Ordnung“, das außerschulische Engagement aber „außerordentlich“.

Den wohl herzlichsten, vielleicht aber auch am schwierigsten zu erfüllenden Wunsch sprach Annette Herbst-Köller als Vorsitzende der Elternpflegschaft aus: „Ich wünsche, dass ihr den Weg findet, der euch glücklich und zufrieden macht.“