Absatz des Bio-Gemüses steigt um rund 40 Prozent

Welver.  . Bio-Gemüse ist bei der Lippetaler Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern schwer im Kommen. Um rund 40 Prozent ist der Absatz von Staudensellerie, Zucchini, Fenchel, Spitzkohl, und Co. im Geschäftsjahr 2013/14 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das teilte die Genossenschaft jetzt anlässlich ihrer Generalversammlung in der Hof-Gaststätte RüsseMarkhoff in Welver-Ehningsen mit.

Mit Bio-Kartoffeln erfolgreich

Allerdings wächst mit dem Gemüseabsatz der Lippetaler, die in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken, ein bislang eher zartes Pflänzchen heran. So betrug der Gemüseanteil an der Lieferpalette des vergangenen Geschäftsjahres lediglich 8,0 Prozent. Einen Namen gemacht hat sich die Marktgenossenschaft im Handel bislang vor allem mit Bio-Kartoffeln (60 Prozent Umsatzanteil) und Bio-Möhren (20 Prozent). Etwa 50.000 Tonnen betrug der mengenmäßige Gesamtumsatz im Berichtsjahr. Mit 30,5 Millionen Euro (Vorjahr: 30,7 Millionen Euro) blieb der Umsatz wertmäßig nahezu konstant. Um den steigenden Appetit der Verbraucher auf Bio-Gemüse und die dadurch ausgelöste Nachfrage der großen Handelsketten künftig noch besser stillen zu können, ist die Genossenschaft in den Eigenanbau eingestiegen. Mit der Hof Rosenau GmbH in Bad Sassendorf wurde dazu vor zwei Jahren ein Tochterunternehmen ins Leben gerufen. Aktuell stehen bei der Marktgenossenschaft 60 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Anteilseigner sind 66 Landwirte und dem ökologischen Landbau nahestehende Personen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern Österreich und Dänemark. Sie alle dürfen sich über die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 5,0 Prozent auf die gezeichneten Geschäftsanteile freuen. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Generalversammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Dieter Blume (Bad Sassendorf). Rund 8 000 Euro vom Bilanzgewinn in Höhe von 105 400 Euro fließen damit zurück an die Eigentümer.

Abschied von Ehrenamtler

Knapp 98 000 Euro stellte die Genossenschaft zur Stärkung ihres Eigenkapitals in die Rücklagen ein. Weitere wichtige Beschlüsse: Die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und die Wahl von Axel Altenweger in den Aufsichtsrat. Der 49-jährige Betriebsleiter von Klostergut Wiebrechtshausenbei Northeim tritt damit die Nachfolge von Öko-Landwirt Georg Tewes an. Der Willebadessener hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Zum Abschied für sein ehrenamtliches Wirken in der Genossenschaft sagten ihm Vorstand und Aufsichtsrat Dank mit einem Präsentkorb heimischer Spezialitäten.