Abhängig von der Bezirksregierung

Macht es Sinn, im Wald, am Rennweg, die Errichtung von Windkraftanlagen zu planen? „Die Stadt hat eine umfangreiche Stellungnahme zum Teilplan Energie der Bezirksregierung abgegeben“, verweist Stadtplaner Meinolf Kreggenwinkel auf den Stand der Dinge. Unter anderem wurden dort auch Bedenken hinsichtlich des Landschaftsbildes und in Sachen Tourismus kund getan: „Das ist schließlich auch ein großes Thema bei uns.“

Und alle weiteren möglichen Planungen sind von der weiteren Entwicklung dort abhängig. Kreggenwinkel: „Ich weiß nicht, was als Ergebnis heraus kommt“. Und dann hätte der Stadtrat darüber zu befinden, welche Schlüsse daraus zu ziehen sein werden. Der Stadtplaner: „Dafür müssten erst einmal die Fakten erhoben werden“.

Prüfung dauert

Dazu gehört etwa die Artenschutzprüfung auf einem geschätzt 40 Quadratkilometer großen Gebiet. Das dauert ein Jahr und kostet wohl einen sechsstelligen Betrag, um unter anderem zu erfahren, ob es dort Probleme mit dem Schwarzstorch, dem Rotmilan oder der Fledermaus geben könnte. Kreggenwinkel: „Dafür haben wir in diesem Jahr kein Geld in den Haushalt eingestellt“.

Auch mit Blick auf die Kosten plädiert der Rathausmitarbeiter dafür, erst einmal die Entwicklung bei der Bezirksregierung abzuwarten. Nicht, dass man hinterher die falsche Fläche prüft. Doch wie lange es in Arnsberg dauert, ist offen, dort sind – auf RP-Ebene – Bedenken und Einsprüche in fünfstelliger Zahl eingegangen, die erst abgearbeitet werden müssen.

Hinzu kommt, dass der Regionalplan auf dem Landesentwicklungsplan fußt – und auch der ist noch nicht durch.

Die Stadt bleibt bei der GbR übrigens außen vor, obwohl die Kommune dort ebenfalls Waldbesitzer ist. Kreggenwinkel: „Die Stadt ist nur Zuhörer. Das ist uns auch wichtig.“ Nicht, dass ihr hinterher jemand vorwirft, Eigeninteressen verfolgt zu haben...