Ab sofort ist die Vielfalt des Kalkstein sichtbar

Eröffnung Erlebnispunkt Suttrop
Eröffnung Erlebnispunkt Suttrop
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Ziemlich bläsig“ war es Mittwoch morgen am Suttroper Steinbruch, als Bürgermeister Manfred Gödde den neuen Erlebnispunkt des Regionale-Projektes „Steine und mehr eröffnete. „Es pustet ganz ordentlich hier oben, deswegen sollten wir die Nähe dieses neuen Tourismus-Ziels zu einem altbekannten nutzen und gleich zum Kalkofen in die dortige Hütte gehen“, schlug das Stadtoberhaupt angesichts des scharfen Windes dann auch vor.

Suttrop.. Wo der Wind solche Kraft entwickeln kann, muss die Lage besonders exponiert sein – und das ist der neue Erlebnispunkt eindeutig: Hoch oben über dem Suttroper Steinbruch thront seit der Fertigstellung im Dezember nun ein Aussichtspunkt mit Ruhebänken, Informationstafeln und Wegweisern.

„Die Lage hier ist optimal, um zu zeigen, was Kalkstein bedeutet, auch im Bezug zum Menschen“, so Gödde in seiner Ansprache, „von hier oben sieht man nicht nur den Steinbruch Suttrop, sondern auch den in Kallenhardt und die Hohe Lieth in Warstein.“ Die Vielfalt der Kalksteinbrüche im Warsteiner Raum werde auf diese Weise für interessierte Touristen begreifbar.

Doch auch die Konflikte, die durch den Kalksteinabbau entstehen, seien von diesem Punkt aus sichtbar. „Wenn ich sage, dass man allein drei Steinbrüche von hier aus sehen kann, dann verbinde ich damit auch meinen Wunsch, dass man diese Steionbrüche sinnvoll miteinander verbindet und zwar so, dass die Belastung für die Bürger gerade in Suttrop und Belecke nicht noch größer wird“, nutzte Gödde die Eröffnung auch zu einem eindringlichen Appell an die Steinindustrie mit Blick auf die Verkehrsbelastung, „da soll mir niemand sagen, dass das nicht geht.“

80 Prozent gefördert

Der Erlebnispunkt, der innerhalb von zwei Monaten ab Oktober vergangenen Jahres gebaut wurde, ist zu 80 Prozent vom Land im Rahmen der Regionale 2013 gefördert worden. In Zahlen heißt das: 28 000 Euro der insgesamt 35 000 Euro Baukosten sind über diese Förderung finanziert.

Kalkofen nah dran

Albert Weber, Vorsitzender des Heimatvereins Suttrops freut sich besonders über die Nähe des Erlebnispunktes zum Kalkofen – quasi nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen nun zwei touristische Ziele. „Viele junge Menschen wissen heute mit Kalk gar nichts mehr anzufangen. Unter anderem deswegen haben wir als Heimatverein damals den Kalkofen gebaut, um zu zeigen, was Kalkbrennen bedeutet“, so Weber, „mit dem geologischen Steinkreis und jetzt dem Erlebnispunkt am Steinbruch sind weitere Bausteine dieser Information hinzugekommen.“

Um das ganze Informationspaket rund zu machen, fehle jetzt nur noch eines, so Weber weiter: „Unser Ziel ist jetzt eine Schürfwiese, auf der die Besucher nach dem echten Suttroper Diamanten suchen können.“