80 Mitstreiter kommen zur Frühjahrssitzung der Kreis-Heimatpflege

Kreis Soest/Bad Sassendorf..  Bei der Frühjahrssitzung der Kreis-Heimatpflege am vergangenen Freitag in der Kulturscheune auf Hof Haulle in Bad Sassendorf stimmte Kreisheimatpfleger Peter Sukkau auf diesjährige Höhepunkte ein.

Beim Westfalen-Tag am 27. Juni in Münster wird der 100-jährige Geburtstag des Westfälischen Heimatbundes begangen. „200 Jahre Westfalen. JETZT!“ heißt eine Ausstellung des Landschaftsverbandes zum Landesteiljubiläum, die am 28. August im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Dortmund eröffnet wird. In seinem Jahresbericht stellte Sukkau vor 80 Mitstreitern aus dem Kreis sowie aus dem Kreis Unna und der Stadt Hamm, die auch zum Heimatgebiet Hellweg gehören, den Erfolg des Erlebnisführers „Kulturlandschaft Hellweg“ heraus. Er verkaufe sich erfolgreich. Lobend erwähnte er das neue Radwegenetz „Südwestfalen“, das mit über 100 Hinweistafeln den Kreis Soest erschließt. Die Herbst-Sitzung kündigte er für den 16. Oktober an. Sie wird voraussichtlich in Warstein-Sichtigvor stattfinden. Als Referent und Ehrengast stellte der neue Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, gleichzeitig Vorsitzender des Dachverbandes Westfälischer Heimatbund, die verschiedenen Regionen in Westfalen vor.

Südwestfalen spät herausgebildet

Die Region „Südwestfalen“ kennzeichnete er als eine Region innerhalb Nordrhein-Westfalens und Westfalens, die sehr spät herausgebildet worden sei. Erst 2008 sei sie mit der „Regionale Südwestfalen 2013“ auf den Weg gebracht worden, erinnerte Löb.

Vor dem Hintergrund einer immer größer werdenden globalen Verzahnung sei es allerdings wichtig, in möglichst großen Regionen zu denken und aufzutreten. Mit der Region stelle sich immer die Frage nach Identität. Matthias Löb räumte ein, dass die Identitäten auch Überlappungen aufweisen könnten.

Er ist seit dem 1. Juli 2014 Direktor des LWL. In dieser neuen Eigenschaft ist er auch 2014 zum Vorsitzenden des Westfälischen Heimatbundes gewählt worden. Erstmalig nahm er in dieser Funktion an einer örtlichen Veranstaltung in einem der neun Heimatgebiete Westfalens teil. Dr. Peter Kracht, Heimatgebietsleiter Hellweg des Westfälischen Heimatbundes, freute sich, dass für Heimatarbeit viele Menschen im Ehrenamt tätig seien. Sie leisteten einen großen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte und trügen zum Verständnis der Heimatgeschichte und zur dauernden Veränderung der Heimat bei.