5000 Warsteiner jubeln mit der deutschen Weltmeister-Elf

Warstein..  Erst großes Zittern, am Ende großer Jubel: Wie die Fußball-Weltmeisterschaft selbst verlief auch das Public-Viewing in Warstein. Denn dass überhaupt ein Rudelgucken stattfindet, stand erst kurz vor Beginn der WM.

Die ursprünglichen Pläne von Veranstalter Patrick Risse, ein großes Fußball-Festival auf dem Marktplatz zu organisieren, wurden nicht genehmigt. In einem Schreiben an Risse teilte Bürgermeister Manfred Gödde mit, dass Polizei, Feuerwehr und die Verantwortlichen im Rathaus „große Bedenken“ hinsichtlich des gewählten Platzes haben.

Patrick Risse suchte nach Alternativen, angedacht wurde unter anderem der Edeka-Parkplatz. Letztlich fiel die Entscheidung auf die Sauerlandhalle, wo die große Fußball-Party am 16. Juni begann und knapp einen Monat später mit dem Finale gegen Argentinien fulminant endete. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff starteten rund 100 Autos zum Korso über die Hauptstraße.

Gut 5000 Menschen, so schätzt Risse, seien über die gesamte Zeit zur Sauerlandhalle gekommen – und dennoch war das Fazit nicht ganz ungetrübt. Die hohen Auflagen für die Großveranstaltung haben die eigentlich geplante schwarze Null zunichte gemacht. „Es war sehr schwierig, Genehmigungen zu bekommen“, beklagt sich Risse über vermeintliche Willkür der Warsteiner Ordnungsbehörden. Kämpferisch blickt er voraus: „Wir werden bei der Europameisterschaft 2016 weiter für eine faire Behandlung kämpfen.“ Dann soll es wieder ein Public-Viewing geben.