25-Stunden-Plätze in Kindertagesstätten selten nachgefragt

Warstein..  Weniger nachgefragt, als Plätze vorhanden wären, wird die 25-Stunden-Betreuung in den Kindertagesstätten in Warstein. In den politischen Fokus gerückt waren die Angebote von 25-Stunden-Plätzen, nachdem durch eine neue Liste des NRW-Familienministeriums bekannt wurde, dass in 18 Jugendamtsbezirken des Landes keine 25-Stunden-Betreuung für Kinder unter drei Jahren möglich ist, obwohl Eltern einen gesetzlichen Anspruch darauf haben, zwischen 25, 35 und 45 Wochenstunden zu wählen.

„Wir bieten in zwei städtischen Einrichtungen die Möglichkeit an, eine 25-Stunden-Betreuung zu wählen“, erläutert Jugendamts-Leiterin Jutta Heinert. Dies ist möglich in den Kindertagesstätten in Niederbergheim und in Suttrop. Außerdem gebe es zwei kirchliche Einrichtungen, die 25-Stunden-Plätze bereit halten – St. Pankratius in Belecke und St. Antonius in Allagen.

Nachgefragt wird diese begrenzte Stundenzahl allerdings nur selten. „Wir haben in den städtischen sechs belegte Plätze“, erläutert Jutta Heinert. In den kirchlichen Kitas seien ihrer Information nach weitere zwei Kinder angemeldet. Es stünden aber mehr Plätze zur Verfügung, betont die Jugendamtsleiterin. In der Kindertagesstättenbedarfsplanung, die 2008 mit Einführung des Kibiz festgelegt wurde, sind diese Plätze als 25/35-Stunden-Plätze ausgewiesen. „Wir müssen diesen Plan jedes Jahr neu aufstellen, nach dem, was im Anmeldeverfahren von den Eltern erfragt wird.“ In diesem Bedarfsplan ist nicht festgelegt, wie viele 25-Stunden-Plätze prozentual vorgehalten werden, sondern nur die Prozentsätze der Altersstufen der Kinder.

Mehr Flexibilität

Laut einem Gespräch mit zwei Kita-Leiterinnen sei es in der Regel so, dass die Eltern über eine größere Stundenzahl froh seien, die nicht nur ihre Arbeitsstunden abdecken. „Mit 35 Stunden sind die berufstätigen Eltern viel flexibler in den Betreuungszeiten, daher ist ein großer Teil der Eltern interessiert daran, 35 Stunden einzukaufen.“

Seien jedoch weniger Stunden angefragt, „bemühen wir uns, dass die Eltern die Stundenzahl bekommen, die sie sich wünschen“, betont Jutta Heinert. Auch wenn dies eben aus organisatorischen Gründen nur in Niederbergheim und Suttrop bzw. in den kirchlichen Kitas in Allagen und Belecke möglich ist.