116 Menschen durch Verkehrsunfälle verletzt

Martin landgräber (Leiter fachbereich verkehr), landrätin eva irrgang und manfred Dinter (leiter polizei) von links
Martin landgräber (Leiter fachbereich verkehr), landrätin eva irrgang und manfred Dinter (leiter polizei) von links
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Wir waren in den vergangenen Jahren auf einem guten Weg, was die Reduzierung der Verkehrsunfallzahlen angeht, aber 2014 hat uns nicht zufriedengestellt.“ – Mit diesen Worten brachte Landrätin Eva Irrgang die Stimmung bei der Kreispolizei angesichts der Verkehrsunfallentwicklung im vergangenen Jahr auf den Punkt.

Warstein/Rüthen.. 12, 6 Prozent mehr verunglückte Personen als noch im Vorjahr – so lautet die Bilanz des gestern vorgestellten Jahresberichts der Kreispolizei.

83 Menschen verunglückten im vergangenen Jahr auf Warsteins Straßen, 33 im Stadtgebiet Rüthen. Für beide Kommunen bedeutet dies einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Eine traurige Bilanz, die sich auch auf Kreisebene bestätigt: Kreisweit zählt der Jahresbericht 2014 insgesamt 923 Verkehrsunfälle mit verunglückten Personen. „Die Geschwindigkeit bleibt der Killer Nummer eins“, nannte Landrätin Eva Irrgang einen der Gründe. Das bestätigte Polizeichef Manfred Dinter und führte aus: „Die Stellen, die als Unfallhäufungspunkte bekannt sind, sind meistens die Unfallorte, an denen lediglich Blechschäden entstehen. Die Unfälle, bei denen Menschen verletzt werden, passieren dagegen auf freier Strecke – und da ist es immer wieder die Geschwindigkeit.“ Doch die Kreispolizei hat einen weiteren Faktor ausgemacht, der zunehmend für Verkehrsunfälle sorgt: Die Ablenkung durch das Smartphone. „Das schnelle Schreiben einer SMS ist nachweisbar für einen Teil schwerster Verkehrsunfälle verantwortlich. Deshalb werden wir uns in diesem Jahr verstärkt darum bemühen, in diesem Bereich die Fahrer zu sensibilisieren.“

Einen Fokus richten die Polizisten weiterhin auf die Motorradfahrer: „Da haben wir unser Ziel noch nicht ereicht“, meint Martin Landgräber von der Führungsstelle Verkehr, „vor allem die Wiedereinsteiger, die sich altersmäßig um die 40 bis 50 Jahre bewegen, machen uns Sorgen. Sie schließen häufig von ihrer PKW-Fahrtüchtigkeit auf ihre Motorradfähigkeit und das ist ein großer Fehler.“ Zwar verunglückten 2014 im Kreis Soest nicht mehr Motorradfahrer als im Vorjahr (82), aber die Anzahl derjenigen, die schwer verletzt wurden, stieg von 27 auf 38 Fahrer an.