1000 Gäste kommen zu Ehren der neuen Fahne

Schützenverein Hoinkhausen-Nettelstädt-Weickede: Petra und Daniel Borghoff sind Königspaar.
Schützenverein Hoinkhausen-Nettelstädt-Weickede: Petra und Daniel Borghoff sind Königspaar.
Foto: Foto Dusny
Was wir bereits wissen
Im Rahmen des Schützenfestes des Schützenvereins Hoinkhausen-Nettelstädt-Weickede am kommenden Wochenende (10. bis 12. Juli) findet auch die Fahnenweihe statt. 1000 Schützen und Musiker werden dazu erwartet.

Hoinkhausen/Nettelstädt/Weickede..  Bereits 1970 haben die Schützenvereine Hoinkhausen-Weickede sowie Nettelstädt fusioniert. Jetzt, nach so vielen Jahren, bekommen sie erstmals auch eine gemeinsame Fahne. Das wird groß gefeiert, findet doch im Rahmen des Schützenfestes am kommenden Wochenende die Fahnenweihe statt. 1000 Schützen und Musiker werden dazu laut Pascal Rückert, Schriftführer des Schützenvereins Hoinkhausen-Nettelstädt-Weickede, erwartet.

Natürlich ist die neue Fahne ein Symbol der seit viereinhalb Jahrzehnten praktizierten Gemeinsamkeit der Schützen aus den drei Dörfern. Doch der Grund für ihre Anschaffung ist ein viel profanerer: Die fast 90 Jahre alte Fahne des vormaligen Schützenvereins Hoinkhausen-Weickede ist einfach nicht mehr alltagstauglich. „Der Trägerstoff ist kaputt, die Stickereien sind irreparabel, es musste eine neue Fahne her“, fasst Rückert zusammen. Und außerdem sei die Fahne in ihrer fast 90-jährigen Geschichte bereits zwei Mal restauriert worden.

Die neue Fahne unterscheidet sich grundlegend von der alten, deren Hauptschauseite Sankt Pankratius als den Patron Hoinkhau-sens prägt. Nun umgreift eine Eiche als Symbol der Beständigkeit mit Stamm, Zweig und Wurzeln die Wappen der drei Ortsteile mit deren Namen. Darüber steht das Wort Schützenverein, darunter Glaube, Sitte, Heimat als Leitmotiv des Schützenwesens. Diese Gestaltung geht zurück auf den Entwurf der Fahnenkommission. Ellen Schlegel, Josef Biene, Alfred Kußmann und Friedel Zimmermann hatten diesen ausgearbeitet. Die Schützen schließlich hatten ihn mit überwältigender Mehrheit abgesegnet.

Wiedererkennungswert

Auf der Rückseite der Fahne befindet sich ein Symbol mit hohem Wiedererkennungswert, zu dessen Gunsten die Idee, ein ganz neues Wappen zu kreieren, bereits bei der Generalversammlung im vergangenen November verworfen wurde. Je ein Eichenblatt umrahmt die Kirchen und Kapellen der drei Orte. Dieses Symbol tragen die Schützen schon seit Jahrzehnten an ihren Uniformen. Die drei Ortsnamen sowie die Jahreszahlen 2015 für die Weihe der neuen Fahne und 1970 für das Fusionsjahr bilden einen Kranz um das Eichenlaub. Die praktische Umsetzung übernahm die Karlsruher Fahnenfabrik. Gestickt wurde die neue Fahne dort von Hand in einer aufwendigen Kurbeltechnik. Die Kosten von mehreren tausend Euro werden zur Hälfte durch Spenden gedeckt, die andere Hälfte übernimmt der Verein.

Die Weihe der neuen Fahne steht im Mittelpunkt des Festprogramms am Sonntag, 19. Juli. Erwartet werden 15 Schützenvereine aus dem Stadtschützenbund Rüthen sowie aus den Nachbarorten Effeln und Berge, außerdem drei Blaskapellen sowie zwei Tambourcorps und ein Spielmannszug. Empfangen werden die Gäste um 13.30 Uhr auf dem Sportplatz, der zum Antreteplatz wird. Um 14.15 Uhr beginnt dort der Festakt mit der Fahnenweihe durch Pastor Dieter Moors und Grußworten u.a. von Bürgermeister Peter Weiken und Kreisoberst Bernhard Adams. „Wir wollen die Zeremonie nicht künstlich in die Länge ziehen“, sagt Pascal Rückert. Und so ist die neue Fahne schon ab 15 Uhr Bestandteil des großen Festumzuges, an dem alle Gastvereine teilnehmen. Wer auch immer am Samstag die Nachfolger des amtierenden Königspaares des Schützenvereins Hoinkhausen-Nettelstädt-Weickede, Petra und Daniel Borghoff, antrit,t kann sich also auf einen Festzug der Extraklasse freuen.

Programm geändert

Um alle 1000 Gäste bewirten zu können, wurde eigens ein großes Zelt auf der Wiese hinter dem Sportplatz errichtet. „Es ist Platz für alle da“, verspricht Rückert. Der Ablauf des normalen Schützenfestsonntages wurde extra an das besondere Ereignis angepasst. „Alles, was mehr vereinsintern interessiert, wurde verlegt.“ Als Beispiele nennt er die Ehrung der Mitgliedsjubilare oder die Gefallenenehrung.