10 Bauhofmitarbeiter für 14 Ortsteile

Voller Papierkorb am Kreisverkehr Hachtor.
Voller Papierkorb am Kreisverkehr Hachtor.
Foto: Armin Obalski
Was wir bereits wissen
Zehn Mitarbeiter hat der städtische Bauhof, dazu kommen, so es deren Arbeit zulässt, drei Mitarbeiter aus dem Forst. Mit Winterdienst, der Pflege der öffentlichen Anlagen, der Kontrolle der 39 Spielplätze, dem Rückschnitt von Bäumen und Büschen in den 14 Ortsteilen sind sie hinlänglich ausgelastet.

Rüthen..  Zehn Mitarbeiter hat der städtische Bauhof, dazu kommen, so es deren Arbeit zulässt, drei Mitarbeiter aus dem Forst. Mit Winterdienst, der Pflege der öffentlichen Anlagen, der Kontrolle der 39 Spielplätze, dem Rückschnitt von Bäumen und Büschen in den 14 Ortsteilen sind sie hinlänglich ausgelastet. 70 Prozent, schätzte Bauhofleiter Marcus Buchholz bei seinem von der CDU gewünschten Bericht im Stadtentwicklungsausschuss, sind Standardaufgaben, 30 Prozent fließen mehr oder weniger spontan „auf Zuruf“ in den Arbeitsalltag ein. Diese Zurufe kommen durch Anliegen, die Bürgermeister und Ortsvorsteher, Politiker und Bürger an den Bauhof herantragen.

Laubbeseitigung, das Bereiten der Gräber auf den Friedhöfen und – als besonderes Ärgernis – das ständige Abräumen wilder Müllkippen in Feld und Flur sind zusätzliche Arbeiten, die der Bauhof erledigt. Auch die Papierkörbe werden regelmäßig geleert, wobei laut Marcus Buchholz das Umfeld der Flüchtlingsunterkunft keine zusätzliche Arbeit bedeutet. „Das machen die Johanniter selbst.“

Während der derzeitigen Sanierung der Hachtorstraße haben die Mitarbeiter Bäume gepflanzt, aktuell werden auf dem Friedhof in Hoinkhausen Pflasterarbeiten vorgenommen. „Das ist ein ganz schönes Pensum“, so Johannes Erling (SPD). Zusatzaufgaben wie die Fortführung des Erlebniswanderweges unter der Stadtmauer, wie von der CDU gewünscht, seien da unmöglich. Zumal die genannte Mitarbeiterzahl nur auf dem Papier steht. „Von zehn stehen in der Regel sieben Mitarbeiter zur Verfügung“, verwies Bürgermeister Peter Weiken auf Krankheitsfälle und Urlaube.

Aufgabenkritik

Also machte sich der Ausschuss an die Aufgabenkritik. Besonders ins Blickfeld rückten die Spielplätze, von denen laut Weiken viele nur über „Sandkasten, Rutsche, Schaukel“ verfügen. „Es sollte geprüft werden, welche Spielplätze überhaupt noch genutzt werden“, regte Markus Dahlhoff (CDU) an. Dann könnten nicht genutzte Standorte aufgegeben, stark frequentierte besser ausgestattet werden. „Wenn man die Ortsvorsteher fragt, muss sicher jeder Spielplatz bestehen bleiben“, meinte der Bürgermeister. Er schlug daher vor, auf der Basis einer Bedarfsanalyse ein Konzept für die Spielplätze zu erstellen.

Solche Überlegungen mochte Dahlhoff nicht alleine auf die Spielplätze beschränken: „Wir sollten überlegen wo generell mehr und wo weniger getan werden muss.“ Mehr getan werden muss seiner Ansicht nach an der Stadtmauer – „unser Aushängeschild“. Ein turnusmäßiges Freischneiden festgelegter Abschnitte wünscht er sich. Wobei im Kampf gegen die Verbuschung auch Gespräche mit dem Meister Ziegenhof geführt werden, wie Weiken anführte.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden“, sprach der Bürgermeister den Bauhofmitarbeitern Dank aus und schloss darin auch Bürgerarbeiter Uwe Müller ein. Manchmal kommen diese auch bei außergewöhnlichen Aktionen zum Einsatz. So halfen sechs Mitarbeiter unlängst bei einem Umzug auf der Hachtorstraße, weil wegen der Baustelle der Umzugswagen nicht durchkam.