Zusammenarbeit in Sachen Schule

Wilnsdorf..  Die Gemeinde will künftig mit Burbach, Neunkirchen, Netphen und Siegen die Entwicklung der Schulen gemeinsam planen. Das hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Jetzt wird Bürgermeisterin Christa Schuppler Kontakt zu den Nachbarkommunen aufnehmen und das Thema dort ansprechen. Hintergrund sind die in vielen Kommunen sinkenden Schülerzahlen.

Zwei Versuche gescheitert

Deshalb hat die CDU-Fraktion den Antrag zur gemeinsamen Planung im Wilnsdorfer Rat gestellt: Damit die Städte und Gemeinden künftig nicht mehr um die Schüler konkurrieren.

Burbach und Neunkirchen planen bereits eine gemeinsame Sekundarschule. Sie soll zum übernächsten Schuljahr an den Start gehen. Grundlage dafür soll die bereits bestehende Gemeinschaftsschule in Burbach sein. Aber auch ein Standort in Neunkirchen ist geplant. Neunkirchen hatte einen solchen Versuch im vergangenen Jahr mit Herdorf gestartet, der war aber gescheitert.

Auch Wilnsdorf hat bereits zwei Mal versucht, eine Sekundarschule einzurichten. Ohne Erfolg: Der zweite Versuch im Jahr 2012 war daran gescheitert, dass sich zu wenig Eltern in einer Befragung für die Schule ausgesprochen hatten.

In ihrem Antrag stellt die CDU-Fraktion das Problem dar: In vielen Kommunen würden zu wenig Kinder an den Hauptschule angemeldet, sodass oft keine Eingangsklassen gebildet werden könnten. In Wilnsdorf reicht es zum kommenden Schuljahr für eine. Die Eltern von 18 Kindern haben ihre Kleinen für die Klasse fünf angemeldet.

Jetzt müssen noch die Nachbarkommunen zustimmen, dann kann es mit der gemeinsamen Schulplanung losgehen.

Sparsamer Winterdienst

Ein weiteres Thema war der Haushalt im vergangenen Jahr. „Wir sind weiterhin gut dabei, das Haushaltssicherungskonzept durchzuziehen“, sagte Wilnsdorfs Sprecherin Stefanie Gowik. Geplant war, 102 000 Euro einzusparen. Tatsächlich wurden aber 162 000 Euro eingespart. „Wir haben es geschafft, unsere Aufwendungen zu senken“, erklärte Gowik.

Zum Beispiel beim Unterhalt und der Bewirtschaftung der Gebäude durch Maßnahmen zur Energieeffizienz. „Wir mussten auch nicht so viel Winterdienst leisten“, erklärte Gowik. Sparen steht auch weiter auf dem Programm. „Die Ratsmitglieder dürfen sich nicht ausruhen, sondern müssen Jahr für Jahr weiter sparen“, machte Gowik deutlich.