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Public Viewing

Zum Public Viewing durch die hohle Gasse

08.06.2012 | 10:00 Uhr
Zum Public Viewing durch die hohle Gasse
So sah es vor zwei Jahren zur WM aus... Foto: Jürgen Schade

Siegen.   Beim Fußball-Sommermärchen 2006 haben sie es zum ersten Mal getan, zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wird es zum vierten Mal geschehen – Public Viewing auf dem Platz des Unteren Schlosses. Das kollektive Fußballerlebnis zieht bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft bis zu 5000 Fans auf den Schlossplatz. Seit der Love-Parade-Katastrophe in Duisburg vor zwei Jahren sind besondere Sicherheitsvorkehrungen Pflicht.

Für Veranstaltungen mit einer Größenordnung ab 5000 Zuschauern muss ein detailliertes Sicherheitskonzept vorliegen. Zum Tragen kommt es bei Spielen des deutschen Teams.

Bislang gab es beim Public Viewing für das Siegener Publikum einen Haupteingang über die Straße Unteres Schloss zwischen Karstadt und dem Museum für Gegenwartskunst. Neu ist, dass bei „Deutschlandspielen“ zwei Zugänge und ein Ausgang existieren. Die Eingänge befinden sich an der Kölner Straße über die Treppe am Karstadt-Gebäude und an der Grabenstraße. „Diese Gasse wird extra für Public Viewing geschaffen, dazu mussten zwischen dem ehemaligen Gefängnis und dem Museum Mauern eingerissen werden“, sagte Astrid Schneider, Sprecherin der Gesellschaft für Stadtmarketing als Veranstalter. Die ummauerte Gasse sollte eine Flucht der Insassen verhindern, Stacheldraht liegt noch auf den Mauern.

Durch die hohle Gasse kann man nun erstmals einen Blick von der Grabenstraße auf den Schlossplatz werfen. „Dieser eingemauerte Gang ist seit dem Wegzug der Justizvollzugsanstalt überflüssig, stattdessen ist die Gasse Bestandteil der Planung für den Campus Siegen Altstadt. Sie ist Verbindungsweg zwischen dem Unteren Schloss und dem künftigen Studentenwohnheim im Gebäude des jetzigen Stadtkrankenhauses, den wir jetzt schon mal freigelegt haben“, erklärte Astrid Schneider.

So werden Zu- und Ausgang zum Gelände voneinander getrennt, damit im Ernstfall eine schnellere Fluchtmöglichkeit besteht. „Eine Begegnungssituation zwischen ankommenden Menschen und denjenigen, die wegen einer Panik fluchtartig den Platz verlassen, muss unbedingt verhindert werden“, lautet das sicherheitspolitische Credo. Der Durchgang zwischen Karstadt und dem Museum wird bei den Spielen der Deutschen ausschließlich als Ausgang genutzt, bei Spielen ohne deutsche Beteiligung können die Zuschauer wie bisher den Weg von der Alten Poststraße aus nehmen. Am Samstag geht’s los, Gegner ist Portugal (Anstoß 20.45 Uhr/Einlass ab 18.45 Uhr).

Klaus Mütherig



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