Zukunft mit lebenswerten Quartieren

Kreuztal..  Lebenswerte Quartiere bedeuten auch Zukunft für den ländlichen Raum. Das machte Michael Groß, wohnungsbaupolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, im Stadtteilbüro Fritz-Erler-Siedlung deutlich. Die SPD-Bundestagsfraktion habe für die soziale Wohnraumförderung gekämpft, Städtebauförderprogramme auf 700 Millionen Euro angehoben und das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ mit 150 Millionen Euro im Koalitionsvertrag verankert.

Groß verwies in der gut besuchten Veranstaltung darauf, dass boomenden Ballungsräumen Städten und Gemeinden mit schrumpfender Bevölkerung gegenüberstehen. „Um gleichwertige Lebensverhältnisse zu gewährleisten, müssen Kommunen stark und handlungsfähig sein.“ Dabei könne Städtebau- und Wohnraumförderung ein Baustein sein.

Junge und bunte Siedlung

Uwe Montanus, Projektleiter des Stadtteil-Quartiersmanagements zeigte auf, dass die Fritz-Erler-Siedlung in der Vergangenheit und bis heute von unterschiedlichen Förderprogrammen profitiert hat. Zwar hätten sich durch den Besitzerwechsel viele Pläne nicht realisieren lassen, trotzdem und dank des guten Quartiersmanagements habe die Siedlung nur einen Leerstand von ungefähr 20 Wohnungen. Die Bewohnerstruktur ist bunt und jung, der Anteil der Kinder bis zu sechs Jahren ist doppelt so hoch wie in der gesamten Stadt.

„Nicht alles kann der Staat lösen“, betonte Bundestagsabgeordneter Willi Brase die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements. Vor Ort müssen die Bildungsangebote, „aber auch die Löhne stimmen, um Menschen zum Bleiben zu bewegen.“