Zukunft der Siegerlandhalle

Siegen..  In Sachen Siegerlandhalle wurde es am Donnerstagnachmittag im Geisweider Rathaus zwar noch nicht allzu konkret. Allerdings erörterte der Stadtentwicklungsausschuss erste Perspektiven. Die Halle und das Umfeld an der Koblenzer Straße sollen auf die Zukunft vorbereitet werden. Weniger sichtbar als bei der Modernisierung des großen Saals und des Foyers in den Jahren 2006 und 2007. Dafür spürbar mehr auf Seiten der Infrastruktur. „Es sind Maßnahmen, die Kunde und Nutzer nicht sehen“, erläuterte Hallendirektor Friedrich Schmidt, „sie sorgen aber für eine Aufrechterhaltung des Betriebsablaufs“.

In der Verwaltungsvorlage ist die Rede von „infrastrukturellen Bereichen, die das gesamte Objekt betreffen“, bislang aus Kostengründen aber hintan gestellt wurden. Zum Beispiel Raumlufttechnik, Dachflächen oder Wärmeverteilung. Zudem, betonte Friedrich Schmidt, kommen die anderen Säle peu à peu in die sprichwörtlichen Jahre. Gläsersaal, Foyersaal, Spandauer Saal und Hüttensaal feierten 1983 Eröffnung. Restaurant, Atriumsaal, Eintrachtsaal und Kegelanlage stellten Arbeiter bereits in de 1970er Jahren fertig. Die Zeit ist nicht spurlos an ihnen vorüber gegangen.

In einem ersten Schritt sollen die älteren Gebäudeteile nach Altlasten untersucht werden. Fachleute sehen sich Abwasser-, Heizungs-, Lüftungs- und elektrische Anlagen sowie die Dächer an und erstellen ein Brandschutzgutachten. Danach wird ein „Grundsanierungskonzept“ erarbeitet, das im Wesentlichen Aussagen zu den Kosten und den Maßnahmen machen soll, die am dringendsten erledigt werden müssen.

Auf eigene Kräfte setzen

Wo es möglich ist, sollen städtische Gutachter die alte Substanz unter die Lupe nehmen. Ansonsten „wird es notwendig sein, auf externen Sachverstand zurückzugreifen.“

Einen ersten Zwischenbericht will Friedrich Schmidt im Stadtentwicklungsausschuss nach der Sommerpause liefern – entweder im August oder September.