„Zeigen, dass Sie in dieser Stadt willkommen sind“

Siegen..  „Siegen kann Ihnen nicht die Heimat ersetzen, die Sie verloren haben; wir möchten Ihnen aber zeigen, dass Sie in unserer Stadt willkommen sind.“ Mit diesen Worten leitete Siegens Bürgermeister eine Veranstaltung ein, die jetzt erstmals in dieser Form stattfand, die aber, nach der erfolgreichen Premiere, keine einmalige Sache gewesen sein soll: eine Stadtführung eigens für Flüchtlinge und deren (ehrenamtliche) Betreuer.

Geladen waren die Menschen, die in der Übergangseinrichtung „Am Dreesch“ in Eiserfeld leben, sowie Eiserfelder Bürger, die sich in vorbildlicher Weise in die Betreuung der Bewohner einbringen. Während die exklusive Stadtführung mit dem Bürgermeister für sie vor allem ein kleines Dankeschön für den ehrenamtlichen Dienst sein sollte, ging es ebenso darum, den Flüchtlingen – überwiegend Familien aus dem Kosovo, aus Serbien, Albanien und Armenien – Siegen als Stadt näher zu bringen und sie willkommen zu heißen.

So führte Bürgermeister Steffen Mues die rund 40 Teilnehmer, zu denen sich auch die zuständige Beigeordnete für Soziales, Stadträtin Babette Bammann, gesellt hatte, zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zwischen Unterem und Oberem Schloss, mit einem Schwerpunkt auf der Altstadt.

Anschließend gab es ein Kaffeetrinken im Ratssaal.

Für Steffen Mues indes war spätestens zu diesem Zeitpunkt klar: „Das machen wir auch für die Bewohner der anderen Übergangseinrichtungen!“. In den beiden Häusern „Im Wiesenthal“ und „Siegtalstraße“ leben aktuell rund 145 Menschen. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. (VAKS), der die Bewohner betreut, sind bereits erste Schritte eingeleitet worden, weitere Stadtführungen zu organisieren.