WP feiert die Absolventen des Westfalen-Diploms

Verleihung des Westfalen-Diploms in der Krombacher Brauerei: WP-Chefredakteur Stefan Hans Käsener, Landrat Paul Breuer, Egbert Winter, stellv. Cheredakteur Torsten Berninghaus, Marie-Luise Kamerichs, Dr. Yasmine Freigang und Dr. Franz Weihrauch von der Krombacher Brauerei (v. l.).
Verleihung des Westfalen-Diploms in der Krombacher Brauerei: WP-Chefredakteur Stefan Hans Käsener, Landrat Paul Breuer, Egbert Winter, stellv. Cheredakteur Torsten Berninghaus, Marie-Luise Kamerichs, Dr. Yasmine Freigang und Dr. Franz Weihrauch von der Krombacher Brauerei (v. l.).
Foto: Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
170 erfolgreiche Heimat-Eroberer, die den ganzen Sommer über fleißig ihre Stempel zum Erwerb des Westfalen-Diploms gesammelt haben, nahmen im Rahmen eines ebenso festlichen wie fröhlichen Beisammenseins stolz ihre Urkunden entgegen.

Krombach.. „Sie sind alle Intensivtäter, und Sie sind die Hardcore-Fans unserer Initiative!“ Westfalenpost-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: Er begrüßte in den Gesellschaftsräumen der Krombacher Brauerei annähernd 170 Westfalen-Diplomanden mit ihren Angehörigen.

Erfolgreiche Heimat-Eroberer

Es waren all jene erfolgreichen Heimat-Eroberer, die den ganzen Sommer über fleißig ihre Stempel zum Erwerb des Westfalen-Diploms gesammelt haben und nun im Rahmen eines ebenso festlichen wie fröhlichen Beisammenseins stolz ihre Urkunden entgegen nehmen konnten. Einmal mehr stand dabei das Motto unserer Zeitung - „Hauptsache Heimat“ - im Mittelpunkt des Geschehens. „Normalerweise muss kein Mensch ins Ausland reisen, der hier lebt“, fasste einer der Absolventen des Westfalen-Diploms das zusammen, was wohl alle Beteiligten ganz ähnlich formuliert hätten. Die Mendener Friseurmeisterin Carin Sommer sprach gar von Leidenschaft und regelrechtem Suchtpotenzial, was da beim Erwerb des Westfalen-Diploms entsanden sei. Gemeinsam mit ihrer Freundin Petra Krabus, die ihrerseits in Menden eine Metzgerei betreibt, hatte sie nicht nur alle 18 möglichen Stempel gesammelt, sie hat darüber hinaus noch einmal so viele Kultur-Ziele vom Rothaarsteig bis zum Hermannsdenkmal und vom Hagener Freilichtmuseum bis zum Friedenssaal in Münster besucht.

Tatsächlich sei es eben gerade der Aufruf zum Westfalen-Diplom gewesen, der erst die Initialzündung zur Heimat-Erkundung gesetzt hätte, war überall in der Diplomanden-Runde zu hören. Aus deren Mitte wurden dann auch noch zahlreiche Preise verlost. Neben einigen Fässchen „Krombacher“ gab es Museumsfreikarten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Tageskarten für die Bahn. Hauptgewinner waren Marie-Luise Kamerichs aus Bad Laasphe und Egbert Winter aus Wetter, die sich über eine Ballon-Fahrt beziehungsweise ein schickes E-Bike freuen konnten - und dies auch weithin sicht- und hörbar taten.

„Sie haben bewiesen, wie westfälisch und nicht zuletzt wie standfest sie sind“, lobte auch Torsten Berninghaus, stellvertretender WP-Chefredakteur, die frisch diplomierten Festgäste und ihren mitunter glühenden Einsatz, um das gesetzte Diplom-Ziel zu erreichen. Bestimmte Wahrzeichen im Land erkunden, ein typisches Gericht der eigenen Heimat genießen oder auch ein Konzert im Theater besuchen - aus einem bunten Strauß an möglichen Aufgaben musste sich jeder Diplom-Anwärter nach seiner entsprechenden Anmeldung ein individuelles Programm zusammenstellen, dessen Einzelerfüllung mit je einem Stempel zertifiziert wurde.

Eine Frage der Mentalität

Es sei einfach „eine wunderbare Gegend, in der wir leben“, waren sich am Ende alle Teilnehmer einig, und Dr. Yasmine Freigang vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Mitorganisator betonte: „Wir besitzen zweifellos eine westfälische Mentalität und die muss gefördert werden, weil dies ein echtes Kulturgut unserer Region ist.“

Dass die stolzen Diplom-Westfalen bei einer Neuauflage unserer Initiative im kommenden Jahr wieder mitmachen werden, stand offenkundig bei bester Laune außer Frage: „Wir sind doch alle hochmotiviert, und wir werden bestimmt noch viele andere Menschen motivieren können“, meinte Carin Sommer. Und wirklich niemand sprach dagegen.