Wohnungen häufig überheizt

Siegen..  21°C im Bad, 20°C in Wohn- und Kinderzimmer, 19°C in der Küche und 15°C im Schlafzimmer: Das sind die idealen Raumtemperaturen um nicht zu frieren und trotzdem Heizkosten zu sparen. Darauf weisen die Siegener Versorgungsbetriebe und der Energieverein Siegen-Wittgenstein hin.

„Wer in seiner Wohnung lange still sitzt, neigt dazu, in regelmäßigen Abständen die Heizung höherzudrehen“, sagt SVB-Energieberater Steffen Kellermann. „Diese Angewohnheit treibt nicht nur die Abrechnung in die Höhe, sie ist auch noch unnötig.“ So gelte eine Temperatur von 18 bis 20°C als optimal für die Atemwege. Der zusätzliche Vorteil für den Geldbeutel: Wer die Temperatur bei sich zuhause schon um ein Grad senkt, spart fast sechs Prozent Heizkosten ein.

„Allerdings sollte man die Heizung auch nie ganz abstellen, wenn man das Haus verlässt“, erklärt Paul Hartmann, Geschäftsführer des Energievereins. „Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen sind teurer als das Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur.“ Wer zu wenig heizt, riskiert außerdem Feuchtigkeitsschäden. Und die können wiederum zur Schimmelbildung in der Wohnung führen.

Lüften ist wichtig

Grundsätzlich gehören die Themen Heizen und Lüften zusammen, da beide für ein angenehmes Raumklima sorgen. Bei so alltäglichen Dingen wie Kochen, Putzen oder auch beim Atmen entsteht Luftfeuchtigkeit, die durch Frischluft ausgetauscht werden sollte. „Wer nicht lüftet, begünstigt Schimmelbildung in der Wohnung“, erklärt Steffen Kellermann.

„Am besten ist, wenn man morgens und abends einen kompletten Luftwechsel durchführt und in jedem Zimmer für ein paar Minuten das Fenster weit öffnet. Je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden. Die Heizkörper sollten dabei komplett abgestellt werden.“

Zusätzlich sollte man mehrmals täglich die Zimmer lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben. Wer neue, besonders dichte Isolierglasfenster hat, sollte sogar noch öfter lüften, so die Empfehlung.