Wiesengräber für Eheleute und Urnen unterm Baum

Wilnsdorf..  Da der Bedarf an pflegeleichten Wiesengräbern in der Gemeinde steigt, möchte die Verwaltung in Zukunft auf allen Friedhöfen auch Familienwiesengräber und Urnennaturgräber anbieten.

Mittlerweile erfolgen mehr als die Hälfte aller Bestattungen in Wiesengräbern, die in Wilnsdorf seit 13 Jahren angeboten werden. Das verdeutlichen die Zahlen: Im vergangenen Jahr wurden 93 Menschen in einem solchen Grab bestattet, sechs Verstorbene fanden ihre letzte Ruhe in einem Reihengrab, 13 in einer Urne in einem Wiesengrab. Die Grabplatte ist bei einem Wiesengrab maximal 70 mal 80 Zentimeter breit, die Menschen werden in einem Sarg beigesetzt. Die umgebende Wiese wird von der Gemeinde gemäht.

Das Konzept für die neuen Grabformen hat die Verwaltung gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe entwickelt. Für die Urnennaturgräber baute die Verwaltung unter einem großen Baum auf dem Friedhof Wilnsdorf ein Mustergrabfeld mit unterschiedlichen Varianten für Grabplatten auf. Die Arbeitsgruppe sprach sich dafür aus, die Höhe eines Grabsteins auf 35 Zentimeter zu begrenzen, orientiert an den auch bei Wiesengräbern oft gewählten Kissensteinen.

Abschließend wird der Rat der Gemeinde in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Juni, 18 Uhr über die Satzungsänderung abstimmen.