Wie ein Abenteuer in der Zeltstadt

Die Schulanfänger aus dem Arge-Kindergarten werfen schon vor Beginn immer wieder Seitenblicke zum Zelteingang. Dort warten einige Abenteuer auf sie.
Die Schulanfänger aus dem Arge-Kindergarten werfen schon vor Beginn immer wieder Seitenblicke zum Zelteingang. Dort warten einige Abenteuer auf sie.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Oliver Steller beeindruckt seine kleinen Gäste mit Musik, Gedichten und vielen kleinen Tricks

Giller..  Um neun Uhr gibt’s Butterbrote. Das ist nicht zu früh für ein zweites Frühstück, hilft gegen die Aufregung. Die Schulanfänger des Kindergartens der Arge sitzen auf drei Holzbänken. Sie warten darauf, dass es endlich los geht und sie die Zeltstadt erkunden können, die im Hintergrund so vielversprechend ihre weißen Dächer zum Himmel reckt. Ein Seitenblick, was ist wohl da in dem großen Zelt? Irem tanzt schon auf dem Platz, dreht sich immer herum und herum, den rosafarbenen Rucksack auf dem Rücken. Wann geht es endlich los?

Betreuerin Violetta Kuhn unterbricht die Frühstückspause: „Wir dürfen rein“, ruft sie und blitzschnell suchen die Kinder ihre Partner. Schneller, es geht jetzt rein. Immer zu zweit, Hand in Hand marschieren sie los, aufgeregt hüpfend. Ins Theater geht es ja nicht jeden Tag.

Fragen über Fragen

Noch einmal kurz warten, dann verschluckt der Eingang die Kinder der Reihe nach. Es ist ganz schön dunkel. Jetzt heißt es die Augen aufreißen und nichts verpassen.

„Ich bin so aufgeregt!“ Eva und Amalia laufen ganz vorn, recken die Hälse, klammern sich an der Hand der anderen fest. Das ist ganz schön groß hier. Und so viele Menschen... „Was ist das?“, fragt ein Mädchen und deutet mit offenem Mund auf die bunten, mit Fransen verhangenen Scheinwerfer, bleibt kurz stehen, will gucken. Ein anderes Kind ruft: „Guck mal, da ist die Feuerwehr, können wir mit dem Rettungswagen nach Hause fahren?“ Violetta Kuhn lacht. „Aber mein Auto ist doch genauso toll“, sagt sie.

„Ich seh nichts“, heißt es hier. „Oh, was ist das?“ dort. Die Kinder sind aufgeregt, alles ist neu, alles ganz groß. Es riecht nach Popcorn und der Wind heult in den Zeltdächern. Es ist wie ein Abenteuer und die Kinder sind zwar schüchtern, aber auch neugierig genug, um nach vorn zu laufen und die besten Plätze zu ergattern.

Dann wird geklatscht. Ist das schon Oliver Steller da auf der Bühne? Er ist es. Und er singt ein Lied, das die Kinder kennen und mitsingen. Gelacht wird auch. Wer nennt denn auch sein Instrument Frida!? Miriam wiegt sich auf ihrem Stuhl hin und her und singt das Lied über die Spinne Martha fröhlich mit. Nur bei Goethes Erlkönig gruselt es ihr ein bisschen, sie schließt kurz die Augen und schaut dann zu Violetta Kuhn. Die ist gebannt vom Programm. Da wird man selbst fast wieder zum Kind.

Folgen Sie uns auch auf Facebook.